Die in Schieflage geratenen Dubai-Fonds der Alternative Capital Invest (ACI) sind schon seit geraumer Zeit ob Zahlungsschwierigkeiten in den Medien, dennoch haben die Verantwortlichen bis dato keine Stellungnahme abgegeben. Auch der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) habe trotz Anfrage keine Erklärung von ACI zu den Vorgängen in Dubai erhalten, berichtet dieser in einer Presseaussendung.
"Wir bedauern dieses Verhalten sehr und befürchten für die Anleger das Schlimmste", betont Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des DVS. Ende des vergangenen Jahres bzw. Anfang dieses Jahres wurden einige Veränderungen in der Gesellschafterstruktur der ACI vorgenommen, das „passe auch ins Bild“. Als persönlich haftende Gesellschafter fungieren nun die Platin 336 GmbH aus Frankfurt am Main (wurde als eine so genannte Vorratsgesellschaft erworben) und, mit der Haft- und Pflichteinlage in Höhe von 1.000 Euro, Robin Lohmann, mit Wohnort Dubai, so der DVS. "Wir wollen Hans-Uwe Lohmann und seinem Sohn nichts unterstellen, aber für uns sieht es so aus, als ob hier bereits die Vorarbeiten für die kostengünstige Abwicklung des Unternehmens getroffen wurden, die Verantwortlichen bereits das sinkende Schiff verlassen und sich an ein sicheres sandiges Ufer retten", erklärt Claudia Lunderstedt-Georgi. "Denn Geld in Dubai einzutreiben, ist für Anleger nicht einfach!"
Die Dubai-Fonds von ACI waren nach dem massiven Preisverfall in Dubai in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Vergangenen Herbst seien die Preise für Immobilien um bis zu 50 Prozent gefallen. Daraufhin seien 60 Prozent der geplanten Bauvorhaben gestoppt oder verschoben worden, berichtet Der Spiegel. (kasp)






