Die Privatbank Sal. Oppenheim schließt eine weitere Kapitalspritze durch die Eigentümerfamilien nicht aus. "Über eine Kapitalerhöhung werden wir zu gegebener Zeit entscheiden", sagte der persönlich haftende Gesellschafter Christopher Freiherr von Oppenheim der Zeitung "Welt am Sonntag". Die Bank komme jedoch bereits jetzt auf eine Kernkapitalquote von zwölf Prozent.
Sal. Oppenheim hatte zuletzt unter seinem Engagement beim insolventen Handelskonzern Arcandor zu leiden. Der Gesellschafter verteidigte den Einstieg jedoch. "Es darf nicht ein Klima entstehen, in dem Banken jegliches Risiko als Vorwand nehmen, um sich schnell zurückzuziehen", sagte er und kritisierte in diesem Zusammenhang andere Kreditinstitute: "Da gab es Banken, die langjährige Beziehungen zu Arcandor hatten - wo waren die, als es eng wurde?" Er befürchte, dass nun immer mehr Firmen nach dem Staat als letztem Retter rufen müssten.
(APA)


