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Oberösterreichs Banken im Österreich-Vergleich   Facebook be



07.09.2010
 

Österreichweit ging die Bilanzsumme der Kreditinstitute vom 1. Halbjahr 2009 bis zum 1. Halbjahr 2010 von 1.058,4 Mrd. Euro um 1,9 Prozent auf 1.038 Mrd. Euro zurück, in Oberösterreich wuchs sie hingegen von 90,1 Mrd Euro um 4,0 Prozent auf 93,7 Mrd Euro. Abgesehen vom Gesamtmarkt war das Wachstum aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch in Oberösterreich schwächer als in den vergangenen zwei Jahren. Die Kredite an inländische Nichtbanken entwickelten sich in Oberösterreich weiterhin besser als im Gesamtmarkt.

In Österreich stieg die Anzahl der vergebenen Kredite im ersten Halbjahr 2010 im Jahresabstand von 303,1 Mrd. Euro um 1,7 Prozent auf 308,2 Mrd. Euro, in Oberösterreich stiegen sie ein wenig deutlicher von 40,3 Mrd. Euro um 2,9 Prozent auf 41,4 Mrd. Euro an. Dieser Zuwachs beweist, dass es zumindest in Oberösterreich die oft zitierte „Kreditklemme“ nicht gibt – wir kommen unserem Finanzierungsauftrag weiterhin nach!

Auffällig ist die unterschiedliche Dynamik der Fremdwährungskreditvergabe. Diese Kredite stiegen im Gesamtmarkt von € 52,5 Mrd. Euro um 8,2 Prozent auf 56,8 Mrd. Euro deutlicher an, während sie in Oberösterreich von 3,9 Mrd. Euro um nur 3,0 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro zunahmen. Parallel dazu entwickelte sich der Anteil der Fremdwährungskredite am gesamten Kreditvolumen: Österreichweit stieg dieser Anteil von 17,3 Prozent auf 18,4 Prozent leicht an, in Oberösterreich blieb der Anteil mit 9,8 Prozent im Jahresvergleich unverändert.

Die Entwicklung der Kundeneinlagen zeigt, dass die auf Sicherheit bedachten Kunden den oberösterreichischen Banken besonderes Vertrauen entgegenbringen. Die Spar-, Sicht- und Termineinlagen stiegen in Oberösterreich im 1. Halbjahr 2010 mit 4,8 Prozent etwas stärker als österreichweit (4,3 Prozent). Geteilt nach Einlagenkategorien ergab sich dabei folgendes Bild: Die Sicht- und Termineinlagen stiegen im Gesamtmarkt von 120,8 Mrd. Euro um 4,7 Prozent auf 126,5 Mrd. Euro an, in Oberösterreich stiegen sie von 14,3 Mrd. Euro um 3,9 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro an. In der anteilsmäßig größeren Kategorie, bei den Spareinlagen, gab es österreichweit einen Rückgang von 157,6 Mrd. Euro um 0,4 Prozent auf 157 Mrd. Euro, in Oberösterreich stiegen sie allerdings leicht von 22,4 Mrd. Euro um 0,9 Prozent auf 22,6 Mrd. Euro. Sowohl in Oberösterreich als auch österreichweit zeigt sich also bei den Spar-, Sicht- und Termineinlagen im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Wachstumsabschwächung.

Die brandaktuellen Zahlen der ÖNB zeigen, dass die oö. Banken im 1. Halbjahr 2010 ertragsmäßig von hohem Niveau nochmals zulegen konnten. So konnten sie das Betriebsergebnis um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Der Gesamtmarkt weist hingegen auf unkonsolidierter Basis im 2. Quartal 2010 ein Betriebsergebnis von 3,8 Mrd. Euro auf und konnte so den starken Ertragsrückgang im Vorjahr nur teilweise wieder wettmachen.

(Anmerkung zur regionalen Zuordnung der Kreditinstitute: Zum Gesamtmarkt zählen alle Banken, die in Österreich ihren Hauptsitz haben. Zu einem Bundesland zählen alle Banken, die ihren Hauptsitz in diesem Bundesland haben. Zu OÖ gehören also alle Filialen der Oberbank; die Bank Austria ist z. B. mit allen Filialen Wien zugeordnet.)


 
 

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