Der Börse Express hat sich bei den Sparexperten Österreichs umgehört, wie diese das abgelaufene erste Halbjahr beurteilen, und was das frisch angebrochene zweite in ihren Augen bringen wird. Heute: Teil 1.
Das erste Halbjahr
„Generell geht der Trend in diesem Jahr in Richtung einfache und transparente Produkte“, meint Wolfgang Siegl von der bankdirekt.at AG. „Erstens merken wir eine Zunahme der Transaktionen in Aktien von um die 10% und einen Anstieg an der Wiener Börse von sogar 25%. Wir führen das darauf zurück, dass die Kunden komplexe Strukturen eher meiden und aufgrund der starken Volatilität Aktieninvestments gegenüber Derivaten bevorzugt werden.“ Zweitens sei laut Siegl das Sicherheitsbedürfnis der Privatanleger stark gestiegen. „Das gilt für den Anleger sowohl in der Wahl der Bankverbindung als auch bei der Bonität des Emittenten einzelner Produkte. Und drittens sei eine im ersten Halbjahr eine positive Entwicklung bei den Spareinlagen zu verzeichnen gewesen. Selbst habe man ein Plus von 20% bei den Ersteinlagen verzeichnet, die Kundenzahlen stieg in den ersten sechs Monaten um über 10%.
Dabei ist das Zinsniveau gerade in dieser Zeit in den Keller gerasselt. Das konstatiert auch die RLB NÖ-Wien gegenüber dem BE. Von einem „stark gesunkenen Zinsniveau“ spricht die Bank. Der 3-Monats Euribor weise ein Minus von 175 Basispunkten von Jänner bis heute aus, die RLB NÖ-Wien spricht von einem gegenüber dem Vorjahr stagnierenden Einlagenwachstum. „Vorsichtig seien die Anleger geworden“, lautet denn auch das Statement aus der Bundesfinanzierungsagentur. Und risikoavers.
Den zweiten Teil lesen Sie in den nächsten Tagen hier an dieser Stelle. Eine Vorausschau, was die Sparexperten glauben, aber schon jetzt:
- Keine EZB-Schritte zu erwarten
- gleichbleibendes Zinsniveau
- Einlagenwachstum auf niedrigerem Niveau stabil
- steile Zinskurve
Aus dem Börse Express-PDF vom 3. Juli 2009
Börse Express, die Website: www.boerse-express.com


