Die Volksbank AG (ÖVAG) verhandelt mit der Volksbank Kufstein, die bisher dort angesiedelte "Livebank" übertragen zu kommen. Wie ÖVAG-Aufsichtsratspräsident Hans Hofinger am Freitag in Alpbach bestätigte, soll die Direktbankschiene weiter ausgebaut werden.
Die ÖVAG hat in den vergangenen Monaten mehrere Retailbanken an die Volksbanken in den Bundesländern abgetreten. Wanderte die Livebank nun zu ihr, käme sie auf diesem Weg wieder zu frischen Primärmitteln.
Die Livebank wurde 2007 als Pilotprojekt für Onlinebanking bei der Volksbank Kufstein eingerichtet. Sie ist keine eigene Bank, sondern wird als "Rechnungskreis" geführt. Diese Direktbankschiene ist laut Hofinger sehr erfolgreich unterwegs, hat der Konkurrenz Kunden abgejagt. Die Volksbanken kommen in Österreich im gesamten Einlagengeschäft auf einen Marktanteil von 6 bis 7 Prozent.
Die ÖVAG will ab 2011 erste Teile des vom Staat erhaltenen Partizipationskapitals (PS) zurück zahlen. Vorerst soll das Sache der Alteigentümer sein, die diese Kapitalteile übernehmen. In späterer Folge kann sich Hofinger vorstellen, dass man auch Kunden der Bank PS andient. In dem Fall würden die Titel wohl bald in Aktien gewandelt. "Da muss man mehr als ein Auskunftsrecht einräumen", so der ÖVAG-Präsident.
(APA)









