Der Brent-Ölpreis hat sich am Dienstagvormittag mit deutlich tieferen Notierungen gezeigt. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen elf Uhr in London bei 75,41 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Montag notierte der Brent-Future zuletzt bei 76,60 Dollar.
Marktteilnehmer begründeten die schwache Tendenz am Ölmarkt mit anhaltenden Konjunktursorgen. Auch die Stimmung an den Aktienbörsen präsentierte sich eingetrübt, nachdem die Vorgaben aus den Vereinigten Staaten angesichts negativ aufgenommener Aussagen von Präsident Barack Obama deutlich tiefer ausgefallen waren. Schon seit Wochen wachsen an den Finanzmärkten die Sorgen vor einer Rückkehr der weltgrössten Volkswirtschaft in die Rezession.
Auch die in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturdaten dürften Experten zufolge die Wirtschaftssorgen verstärken. Analysten zufolge drücken diese Erwartungen ebenfalls die Ölpreise nach unten.
Der Preis für OPEC-Öl ist am Montag auf 73,05 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Freitag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 72,36 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.
Der Goldpreis zeigte sich indessen gut behauptet. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.235,10 Dollar (nach 1.235,00 Dollar im Nachmittags-Fixing am Montag) gehandelt. Während die Konjunktursorgen zwar die Ölpreise unter Druck bringen, profitiert der Goldpreis nach wie vor von der Unsicherheit der Marktteilnehmer. "Das starke Investoreninteresse hat die Goldpreise jüngst kräftig steigen lassen", hiess es von einem Rohstoffanalysten der Commerzbank. (APA)









