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Halbjahres-Zahlen

Bank Burgenland zum Halbjahr mit drastisch weniger Gewinn   Facebook be



27.08.2010
 
Jahresüberschuss ging im Halbjahr von 26,7 auf 2 Mio. Euro zurück - Bilanzsumme stieg um 3,1 Prozent

Die Bank Burgenland hat im ersten Halbjahr 2010 deutlich weniger Gewinn gemacht. Der Jahresüberschuss nach Steuern ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 von 26,7 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro zurück. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht hervor. Die Bilanzsumme ist hingegen um 3,1 Prozent von 4,1 auf 4,3 Mrd. Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss vor Steuern brach von 50,3 auf 2 Mio. Euro ein.

Für das Geschäftsjahr 2009 hatte die Bank einen Jahresfehlbetrag von 252,4 Mio. Euro ausgewiesen. Dieser resultierte maßgeblich aus der Berichtigung der Beteiligungsverhältnisse, nachdem die Anteile an der Hypo Alpe Adria der Republik Österreich übertragen worden waren. Aus dem rein operativen Geschäft habe die Bank Burgenland 2009 hingegen einen Jahresüberschuss vor Steuern von 62,2 Mio. Euro erzielt.

Die Risikovorsorgen aus dem Kreditgeschäft sind im Zeitraum von 1. Jänner bis 30. Juni 2010 auf 8 Mio. Euro gegenüber 8,7 Mio. Euro im Vorjahresvergleich gesunken. Das Finanzanlageergebnis fiel von plus 13,2 Mio. Euro auf minus 1,1 Mio. Euro. Das Ergebnis für Fair-Value-bewertete Finanzinstrumente belief sich nach 25,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009 heuer auf -4,8 Mio. Euro.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten lagen im ersten Halbjahr 2010 um 108 Mio. Euro niedriger als zum Jahresende 2009 und beliefen sich auf 391,4 Mio. Euro. Um vier Prozent zugenommen haben die Forderungen an Kunden, die von 2,5 Mrd. Euro Ende 2009 auf nunmehr 2,6 Mrd. Euro stiegen. Um 25,3 Mio. Euro auf 175,7 Mio. Euro gestiegen sind im selben Zeitraum die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurden um 50,1 Mio. Euro auf 1,2 Mrd. Euro ausgeweitet. Die Spareinlagen blieben nach Unternehmensangaben mit 456,4 Mio. Euro nahezu unverändert.

Die Bank Burgenland könne auf ein stabiles erstes Halbjahr zurückblicken, hieß es im Bericht. Trotz eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks habe man sich mit konstanten Zins- und Provisionserträgen behaupten können. Der Zinsüberschuss lag zum Halbjahr bei 31,8 Mio. Euro (-4,7 Prozent im Vorjahresvergleich), das Provisionsergebnis belief sich auf 21 Mio. Euro (+33 Prozent).

Im Mittelpunkt des ersten Halbjahrs 2010 sei eine Reorganisation der Bankengruppe innerhalb des Grawe-Konzerns gestanden. Für das laufende Jahr werde eine Erholung der Märkte erwartet. In der Bankengruppe wurde auch ein einheitliches IT-System eingeführt. Die Umsetzung des EDV-Konzepts solle im Frühjahr 2011 erfolgen. Künftig soll der Markt mit den Standorten Burgenland, Steiermark und Wien regional aufgeteilt werden.

(APA)


 
 

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