Die Hypo Group Alpe Adria ist sechs Monate nach ihrer Notverstaatlichung tief in den roten Zahlen. Die Bilanzvorsorgen für faule Kredite sind weiter gestiegen, Erträge gingen zurück. Für das erste Halbjahr meldete die Bank am Freitag einen Vorsteuerverlust von 449 Mio. Euro. Unterm Strich bilanziert das Institut zum Halbjahr mit einem Konzern-Nettoverlust von 499 Mio. Euro. Der neue Vorstand unter Gottwald Kranebitter bleibt bei seinem Ziel, im Jahr 2011 ausgeglichen abschließen zu wollen.
Die faulen Kredite (non performing loans) - vor allem in Südosteuropa - haben im ersten Halbjahr 2010 rund 8,27 Mrd. Euro erreicht. Auf 667 Mio. Euro beliefen sich die Kreditrisikovorsorgen in den ersten sechs Monaten. Das war doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2009. Für das Gesamtjahr 2010 geht der Vorstand von rund einer Milliarde aus.
Im Juni sind der Hypo neuerlich 450 Mio. Euro Staatskapital zugeflossen, wieder über die Zeichnung von Partizipationskapital.
Wie die Bank heute mitteilte, sei es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr gelungen, die Zahl der Kunden bei 1,2 Millionen zu stabilisieren. In einer Pressekonferenz in Wien erläuterte der Vorstand am Vormittag den Stand der Restrukturierung der angeschlagenen Bank.
(APA)


