Portugal hat am Mittwoch rund 1,3 Mrd. Euro durch die Ausgabe einer Anleihe eingenommen. Die Auktion war trotz einiger Sorgen über den hohen Schuldenstand des Landes bei Investoren auf grosses Interesse gestossen. Die Behörde für das Management der öffentlichen Schulden erklärte, sie habe 629 Mio. Euro für die sechsjährige Anleihe und 672 Mio. Euro für die zehnjährige Anleihe bekommen.
Die Nachfrage sei doppelt so hoch gewesen, erklärte die Behörde. Das dämpft etwas die Sorgen, dass Portugal in die gleiche Lage wie Griechenland kommen könnte und die Unterstützung der Europäischen Union in Anspruch nehmen müsste.
Der Zins für die länger laufende Anleihe liegt bei 5,312 Prozent. Das ist etwas mehr als bei einer Auktion im Juni von Zehn-Jahres-Papieren, als 5,225 Prozent festgelegt wurden. Der Zins für die sechsjährige Anleihe fiel aber von 4,657 Prozent im Juni auf jetzt 4,371 Prozent.
Das Haushaltsdefizit Portugals lag im vergangenen Jahr bei 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Wirtschaft schrumpfte um 2,7 Prozent. Die Mitte-Links-Regierung strebt für kommendes Jahr ein Senkung des Defizits auf 4,6 Prozent an. (APA/apn)









