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Bankenrettungen

Rückschlag für Fed bei Geheimhaltung von Bankenrettungsdetails   Facebook be



24.08.2010
 
Fed-Vertreter: Finanzreform kann kleine Banken benachteiligen

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat bei ihren Bemühungen einen Rückschlag erlitten, die Details der Bankenrettungen während der Finanzkrise geheim zu halten. Ein US-Berufungsgericht wies am Montag den Antrag der Fed auf eine erneute Anhörung zurück. Das Medienunternehmen Bloomberg LP und News Corps TV-Sender Fox News hatten auf eine Offenlegung geklagt.

Die Notenbank müsste nun vor das oberste US-Gericht ziehen, um die Aufdeckung zu verhindern. Wegen der Unabhängigkeit der obersten Währungshüter sind solche Einzelheiten eigentlich streng geheim. Ein Fed-Sprecher sagte, in der Notenbank würden die Möglichkeiten für eine Berufung abgewogen.

Der Fed zufolge könnten die Angaben einzelne Banken stigmatisieren und zu einem Vertrauensverlust führen. Ein in der Folge möglicher Ansturm der Kunden auf die Einlagen könnte das Ende mancher Institute bedeuten. Die Kläger berufen sich auf ein Gesetz, das den Zugang zu amtlichen Informationen erleichtern soll.

Die Fed hatte Geldhäusern in der Krise massiv unter die Arme gegriffen. Die Hilfsprogramme blähten die Bilanz der Notenbank auf über 2 Bill. Dollar (ca. 1.6 Mrd. Euro) auf.

Der führende US-Notenbanker Thomas Hoenig hat vor Nachteilen für kleinere Banken durch die Finanzmarktreform gewarnt. Es sei unklar, ob die Reform große und kleine Institute gleichbehandele, sagte der Präsident der Federal Reserve von Kansas City am Montag vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses. Die großen Banken hätten niedrigere Kapitalkosten und würden so das Geschäftsmodell kleinerer Institute bedrohen. Eine Gleichbehandlung werde es nur geben, wenn sich die Märkte wirklich von der Idee verabschiedeten, dass einige Geldhäuser einfach zu groß seien, um pleitezugehen. Das sei jedoch nach wie vor offen. Durch die Finanzreform wurde ein Insolvenzverfahren für Finanzkonzerne eingeführt, das eine ordentliche Abwicklung in Fällen wie der Lehman-Pleite ermöglicht.

Hoenig warnte außerdem Verbraucher vor Spekulationen am Immobilienmarkt: "Ich glaube, dass die Amerikaner einen Fehler machen, wenn sie den Häusermarkt als Investitionsmöglichkeit betrachten."

(APA)


 
 

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