Die beiden Corporate Bonds-Spezialisten von Raiffeisen Research, Ingo Jungwirth und Manuel Schreiber, haben sich voestalpine (im Bild CEO Wolfgang Eder) nach den Zahlen angesehen - ihr Resümee:
Die Konjunkturerholung schlägt beim österreichischen Stahlunternehmen Voestalpine voll durch. Während durch Mengenerhöhungen in allen Divisionen der Quartalsumsatz um 22% yoy gesteigert werden konnte, verbesserte sich das EBITDA gar von EUR 134,2 Mio. (Q1 09/10) auf nunmehr EUR 350,9 Mio. (Q1 10/11). Während in Q1 09/10 sowohl das EBIT als auch das Quartalsnettoergebnis negativ waren, wird ein Jahr später ein operatives Ergebnis von rund EUR 200 Mio. ausgewiesen. Dies ist vor allem auf ein verbessertes Preisniveau und das in Umsetzung befindliche Kostensenkungsprogramm zurückzuführen. Der Nettogewinn beträgt im ersten Quartal EUR 121 Mio. Die Nettoverschuldung wurde durch das positive Ergebnis und einen unter den Abschreibungen liegende Investitionsaufwand innerhalb der letzten drei Monate um 1,8 % auf EUR 2.981,8 Mio. gesenkt.
Credit-Sicht:
Sehr erfreulich ist die Entwicklung der Auslastung, die sich schon einem Vorkrisenniveau annähert. Für die Divisionen Stahl und Bahnsysteme wird für das 2. Kalenderhalbjahr schon eine Vollauslastung erwartet. Die Bereiche Edelstahl, Profilform und Automotive werden mit einer 90-prozentigen Auslastung laufen. Dementsprechend wird das EBIT für das Gesamtjahr 2010/11 deutlich über jenem des Vorjahres (EUR 352 Mio.) erwartet. Bei einem operativen Ergebnis von EUR 203,3 Mio. bereits im ersten Quartal nicht weiter verwunderlich. Auch bei einer Konjunkturabkühlung in den USA denken wir, dass China, Indien & Brasilien als Absatzmärkte für Voestalpine immer wichtiger werden. Damit profitiert der Stahlkonzern von einem globalen Aufschwung und ist weniger von einzelnen Volkswirtschaften abhängig. Unsere Kauf-Empfehlung für die 8,75 % voestalpine 2013 Anleihe bleibt bestehen.









