Q2-Bilanz

Erste Group - Quartalsgewinn leicht unter den Erwartungen   Facebook be



30.07.2010
 
Zinsüberschuss und Risikovorsorgen gestiegen - keine Änderung der Guidance für die Risikokosten im Gesamtjahr

Die Erste Group erwirtschaftete im Q2 2010 einen Überschuss (nach Steuern und Minderheiten) von 216,7 Mio. Euro. Das liegt etwas unter dem Konsensus (Reuters) in Höhe von 223 Mio. Euro und ist ein Rückgang von 15% gegenüber dem Startquartal 2010 bzw. um rund 17% gegenüber dem Q2 2009.

Die Risikovorsorgen belaufen sich im Q2 auf 553 Mio. Euro (Konsensus: 529 Mio. Euro) und liegen damit über dem Wert des Q1 (531 Mio. Euro) und des Q2 2009 (522 Mio. Euro). Die Erste Group führt hier vor allem höhere Dotierungen im Grosskundengeschäft an.

Einen konkreten Ausblick für 2010 gibt es weiterhin nicht, auch an der Guidance für die Risikokosten in Höhe von rund 2 Mrd. Euro wird nicht gerüttelt. Die Bank erwartet im laufenden Jahr kein signifikantes Kreditwachstum in Zentral- und Osteuropa. Dennoch sollte die Verbesserung des Geschäftsumfelds - wenn auch nur allmählich - positive Auswirkungen auf die Kreditqualität haben.

"Unser Engagement für die Realwirtschaft verhalf uns zu einem steigenden Zinsergebnis und stabilen Margen; gleichzeitig stieg auch der Provisionsüberschuss stark, während wir die Kosten in unserer gesamten Region weiterhin gut im Griff hatten. Das Bestehen des EU-weiten Banken-Stresstests trotz der Anwendung härterer makroökonomischer Annahmen rundete unsere solide Performance ab", kommentiert CEO Andreas Treichl (im Bild) die Zahlen. Q2-Ergebnisse vs. Konsensus Der Zinsüberschuss im Q2 beträgt 1,36 Mrd. Euro (Konsensus: 1,33 Mrd. Euro) und erhöhte sich im Quartalsvergleich um 2,8%. Dies sei auf stabile Margen in Österreich und auch in Zentral- und Osteuropa und leicht erhöhte zinstragende Aktiva zurückzuführen war.

Der Provisionsüberschuss stieg von 471,5 Mio. Euro im ersten Quartal um 4,7% auf 493,5 Mio. Euro (Konsensus: 469 Mio. Euro) weiter an. Das Handelsergebnis verschlechterte sich um 30% auf 98,8 Mio. Euro (Konsensus: 97 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand sank im zweiten Quartal um 0,8% auf 945,3 Mio. Euro und lag damit besser als erwartet (Konsensus: 961 Mio. Euro).

Der Saldo des sonstigen betrieblichen Erfolgs verschlechterte sich um 34,6% auf -91,1 Mio. Euro. Im zweiten Quartal 2010 wurden zudem 30 Mio. Euro für potenzielle Aufwendungen, wie z.B. die Bankensteuer in Ungarn rückgestellt. Der Gesamtsaldo aus allen Kategorien von finanziellen Vermögenswerten entwickelte sich negativ von 17,8 Mio. Euro im ersten Quartal auf -1,4 Mio. Euro im zweiten Quartal. Hier konnten die gestiegenen Abwertungserfordernisse im FV-Bestand nicht durch die Verkaufsgewinne bei Aktien und Staatsanleihen aus dem AfS-Bestand kompensiert werden.

(bs)


 
 

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