Der Rückversicherer Hannover Rück kann im wichtigen Geschäft mit der Rückversicherung von US-Sturmschäden nicht die erwarteten Preisaufschläge verbuchen. Der Konzern habe sein Engagement in der US-Hurrikandeckung reduziert, sagte der am Mittwoch den Vorstandsvorsitz übernehmende Ulrich Wallin der "Financial Times Deutschland" (FTD; Montag-Ausgabe). "Das hängt auch damit zusammen, dass wir die Preiserhöhungen von 20 bis 25 Prozent, die es hätten sein müssen, nicht bekommen haben." Stattdessen seien es 15 Prozent gewesen.
Um sein Rating zu behalten, will Hannover Rück nach Wallins Angaben aus eigenen Gewinnen das Eigenkapital stärken. "Wir können organisch Kapital bilden", sagte er dem Blatt. Hingegen hatte Hannover Rück zuletzt Schwierigkeiten mit Verbriefungen am Kapitalmarkt, die es dem Konzern in den vergangenen Jahren erlaubten, mit knappen Mitteln viel Geschäft zu zeichnen. "In der K6-Transaktion haben wir in einem illiquiden Markt immer noch 180 von geplanten 350 Millionen platzieren können", sagte Wallin. Auf die so genannte "Keppler-Transaktion" habe das Unternehmen verzichtet. "Wir waren bereit, eine Verzinsung von bis zu 800 Basispunkten über dem Normalzins zu zahlen, aber die Märkte verlangten über 1.000 Basispunkte." (apa)






