BElogs foonds
 
 Last 24h: 29 

Twitter
Partner des Monats:
 

 
Infofolder:
Weekly Yearbook 2012
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 9:39, 9.2.2012

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

USA

US-Finanzmarktreform beschlossen - Kompromiss ohne Bankenabgabe   Facebook be



16.07.2010
 
Lob von Obama und Bernanke - Republikaner fürchten Wachstumsbremse

Das Gesetz zur umfassenden Neuordnung der US-Finanzmarktaufsicht hat am Donnerstag mit der Zustimmung des Senats die letzte Hürde genommen. Die weitreichendste Reform der Finanzmärkte seit der Großen Depression vor über 80 Jahren soll einer Wiederholung der verheerenden Finanzkrise der vergangenen Jahre vorbeugen. 60 von 99 Senatoren stimmten für das Gesetz, das mit der Unterschrift von Präsident Barack Obama in Kraft tritt. Der Plan zur Einhebung einer Bankenabgabe wurde fallengelassen.

Mit dem Gesetz würden die "zwielichtigen Geschäfte" gestoppt, die die Finanzmarktkrise ausgelöst hätten, sagte Obama im Weißen Haus. Es mache Schluss mit der "Verantwortungslosigkeit der Wall Street", für die Millionen US-Bürger einen hohen Preis gezahlt hätten. Zugleich kritisierte Obama die Republikaner, die eine Aufhebung des Gesetzes fordern.

Das mehr als 2300 Seiten starke Reformgesetz unterwirft die Finanzbranche in den USA einer schärferen Regulierung und verlangt ihr größere Transparenz ab. Riskante Geschäfte sollen erschwert, die Bürger besser vor ruinösen Praktiken geschützt werden. Die Neuordnung soll Konsequenzen ziehen aus der weltweiten Finanzkrise, deren Ursache viele Experten im unregulierten und hochriskanten Geschäftsgebaren an der New Yorker Wall Street sehen.

Die Reform sieht die Einrichtung einer Verbraucherschutzbehörde unter dem Dach der US-Notenbank Fed vor und soll die Rettung großer Finanzinstitute auf Kosten der Steuerzahler verhindern. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen ein Frühwarnsystem zur Vermeidung weiterer Finanzkrisen, vorgeschrieben wird unter anderem eine bessere Kontrolle des Derivate-Handels und eine größere Transparenz und Haftung für Hedgefonds und Hypothekenhändler.

Für Präsident Obama bedeutete das Votum den dritten Sieg bei einem gesetzgeberischen Großvorhaben nach dem Konjunkturpaket und der Gesundheitsreform. Der Präsident will den Reformtext in den kommenden Tagen bei einer Zeremonie unterschreiben und ihr dadurch Gesetzeskraft verleihen.

Wie schon bei früheren Reformvorhaben Obamas erfolgte die Abstimmung im Senat weitgehend entlang der Parteigrenzen. Ein Demokrat stimmte mit Nein, weil ihm die Bestimmungen nicht weit genug gingen. Die nötige Mehrheit von 60 Stimmen zur Verhinderung einer Blockade durch die Minderheit (Filibuster) erhielt der Entwurf nur, weil drei republikanische Senatoren aus Maine und Massachusetts mit Ja stimmten.

Um deren Zustimmung zu erhalten, hatten Obamas Demokraten weitreichende Zugeständnisse machen müssen. So gaben sie etwa den Plan zur Erhebung einer Bankenabgabe auf, mit der der Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligt werden sollte.

Die meisten Republikaner lehnten den Entwurf vehement ab und warfen der Regierung vor, dass die Reform auf eine zu große staatliche Einflussnahme auf die Wirtschaft abziele. Die Reform behindere das Wachstum und werde Arbeitsplätze vernichten, sagte der Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell.

Die Demokraten verteidigten das Vorhaben mit Verweis auf die desaströsen Folgen der Finanzkrise als unausweichlich. "Das, was wir durchgemacht haben, dürfen wir nie wieder durchmachen", sagte Senator Chris Dodd, einer der Initiatoren des Reformgesetzes.

US-Notenbankchef Ben Bernanke begrüßte das Gesetz "als willkommenen und weitreichenden Schritt", um eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern. Finanzminister Tim Geithner kündigte an, sich auch international für die Umsetzung der neuen Regeln stark zu machen.

(APA)


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
loading..

Archivsuche:


 
(14-punkt-ig-er) Morning Espresso für Trader, 9.2.
 
09.02.2012
Guten Morgen, liebe Leser!  Die wichtigsten Indizes an der Wall Street konnten am Mittwoch mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Dabei wurde die Stimmung der Investoren durch die Hoffnung auf eine baldige Lösung im griechischen Schulden...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 8. Februar
 
Robert Gillinger, 08.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, dass es manchmal ein bisschen später werden kann in Griechenland, wissen wir zumindest von unseren Urlauben dorthin. Warum sollte es also beim Rettungspaket anders sein? Auch das entscheidende Treffen der Parteichefs mi...
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 08.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, morgen tagt die EZB - zum dann vierten Mal unter Mario Draghi. Erwarten sollten wir uns von dieser Sitzung nichts - auch wenn das für den bisher so umtriebigen Notenbanker doch etwas ungewöhnlich wäre. Und seien wir fro...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 7. Februar
 
Christoph Rohrmoser, 07.02.2012
Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Gold und Silber verharren in der Seitwärtslinie, die Börsen sich leicht unter Druck. Man wartet, wie es in Griechenaland weitergehen soll. Japan überlegt weitere Eingriffe am Devisenmarkt, wenn dies nötig werd...
weiterlesen


Anleihen Express
 
Robert Gillinger, 07.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, mitten in der angefachten Diskussion, ob wir Griechenland nicht doch den freiwilligen Austritt aus der Euro-Zone nahelegen sollten, meldet sich der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors zu Wort. Es gebe "mange...
weiterlesen


Fonds-Express
 
Robert Gillinger, 06.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, Für Griechenland wird es eng: Am Wochenende hat Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker eine Staatspleite öffentlich als Möglichkeit genannt. Heute setzten Angela Merkel und Nicolas Sarkozy nach. Immer offener wird ein Au...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 6. Februar
 
Christoph Rohrmoser, 06.02.2012
Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Der Euro verliert etwas gegenüber dem Dollar, die Börsen sind aus dem leichten Minus fast ins Plus vorgerückt. Gold ist knapp 1% tiefer, aber Silber hat den deutlichen Absacker auf 33,0 bereits wieder nahezu w...
weiterlesen