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Silbermanipulation

Harte Worte vom Silberpapst Theodore Butler: Diese Berufsgauner gehören hinter Gitter   Facebook be



07.07.2010
 
Bei der Aufsichtsbehörde geht nichts weiter

Was sich Ende letzter Woche am Gold- und Silbermarkt abspielte, war wieder einmal ein typisch manipulierter und vorausgeplanter Einbruch. Am letzten Donnerstag stürzte der Goldpreis um 50 US-Dollar und der Silberpreis um 1 US-Dollar (also je rund 5%) ab. Theodore Butler, der als DER Silberinvestment-Spezialist weltweit gilt, kommentierte diese Vorfälle auf KingworldNews ( http://kingworldnews.com/ Es ist in englisch als mp3 downloadbar und dauert 11 Minuten.

Der Preisverfall war seiner Ansicht eine reine Comex-Angelegenheit (COMEX ist die US Commoditybörse). Die Drahtzieher sind laut dem Interview wieder einmal JP Morgan. „Diese Typen betreiben ein illegales Geschäft (these guys are running an illegal enterprise, I cannot say it in other words). Aber man fragt sich, was mit den Regulatoren los ist, können die so dumm sein, das nicht zu durchschauen oder stecken sie unter einer Decke? Warten sie auf einen Sack Geld oder einen Job, nachdem ihre Karriere Commodity-Kommissär vorbei ist?“ Im Gegensatz zu den Banken haben die Silberanleger keine Lobby und können nichts anderes machen als Petitionen eingeben: „Damit diese Leute wenigstens wissen, dass wir wissen, dass sie ihren Job nicht machen. Eines Tages könnte es ein böses Aufwachen geben und es würde mich nicht überraschen, wenn die Regulatoren samt diesen Händlern eines Tages auffliegen und möglicherweise gar im Gefängnis landen, wohin sie gehören“, nimmt sich Butler kein Blatt vor den Mund.
Was die CFTC (Commodities Futures Trading Commission) anbelangt, verliert Butler allmählich die Geduld. „Genug ist genug, es ist mehr als ein Jahr, dass Gary Gensler (Chef der Aufsichtsbehörde CFTC) im Amt ist. Ich schätze alles, was er im letzten Jahr sagte, aber auch wenn die Absichten gut sind, es passiert nichts. Man muss die Verbrechen bei der Ausführung stoppen.“
Butler verweist auf ähnliche Situationen, wo die US-Aufsichtbehörden, die sich sonst immer recht wichtig machen, gänzlich versagten, etwa die SEC:

„Wir hatten etliche Skandale in der Finanzaufsicht, Madoff war der eine, ENRON der andere, aber noch nie gab es eine Situation, wo hunderte, ja tausende Anleger Petitionen bei der Aufsicht, im konkreten Fall bei der CFTC, über anhaltende Manipulationen und Verbrechen einbrachten. Es ist schockierend, wie ruhig die Kommission angesichts dieser Vorwürfe bleibt. Was mich noch überrascht und bestärkt, ist, dass ich meine Anschuldigungen krimineller Machenschaften gegenüber JP Morgan und der COMEX ungehindert vorbringen kann.“

Der Markteinbruch war jedenfalls rein manipulativ, es fanden keine großen Umsätze in den Metallen selbst statt, es war eine Manipulation durch eine "Handvoll Berufsgauner" („the takedown was a strictly Comex-paper-affaire, there was no big selling of gold and silver on a physical basis. It is a paper manipulation on the COMEX run by a small handful of commercial crooks”).

Gestern Dienstag kam es zu einem weiteren Einbruch im Edelmetallhandel, wobei sich allerdings diesmal Silber wieder erholte und nur Gold tiefer schloss.
In Sache Edelmetallmanipulation gab es heuer bereits eine Anhörung durch die CFTC, wo dubiose Praktiken ans Licht kamen. Theodore Butler war am Zustandekommen dieser Anhörung wesentlich beteiligt (Börseexpress berichtete darüber).
(cr)


 
 

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