Der Unmut über den Dollar als Weltreservewährung wird immer größer, beschleunigt durch die Finanzkrise, die auch von den USA ausging. China sitzt auf 2 Billionen USD für seine Güterexporte in (vor allem) die USA und will nicht länger zusehen, wie die Amerikaner mit ungehemmtem Gelddrucken den Dollarwert versenken. Allerdings verhält man sich weitgehend ruhig, denn man will nicht durch viel Lärm den Dollar weiter schwächen. Stattdessen wird versucht, still und leise um die Dollars zu kaufen, was man bekommt. Dies sind Unternehmensbeteiligungen an wichtigen Industrien, Landkauf in Afrika, Infrastrukturinvestitionen, Kauf von Gold, Silber und Rohstoffen (die chinesische Regierung hat z.B. auch die Bevölkerung zum Kauf von Silber angehalten, das bis vor kurzem noch verboten war).
Keine Weltreservewährung bleibt ewig
Weltreservewährungen kommen und gehen. Auch dem Britischen Pfund war nach über einem Jahrhundert defacto-Reservewährung ein plötzliches Ende beschieden und es wurde nach dem Ersten Weltkrieg vom Dollar abgelöst. Eine Währung kann nur dann Reservestatus haben, wenn sie Vertrauen genießt. Dies haben die Amerikaner längst verspielt. Nachdem der Dollar ursprünglich „so gut wie Gold“ war, wurde die Devisen-Goldbindung des Dollars durch Nixon 1971 aufgehoben. Praktisch war dies eine Konkurserklärung der USA, die den Dollar bekannterweise gegenüber die DM und Gold auf Talfahrt schickte. Die ausländischen Gläubiger, die darauf vertraut hatten, ihre Dollars in Gold tauschen zu können, wurden einfach betrogen (nur Frankreich war nicht zimperlich und sicherte sich noch rechtzeitig das Gold und transportierte es auch ab; Deutschland hofft immer noch darauf, seinen damals bereits eingetauschten und in den USA lagernden Goldschatz einmal auch zu bekommen!). Ein Resultat war die Ölkrise der 70er Jahre mit dem Ölpreisschock, als nämlich die Ölscheichs merkten, dass sie von den Amerikanern seit Jahren betrogen wurden, indem ihnen mit immer wertloseren Dollars das wertvolle Öl abgekauft wurde (dies wurde dann in einem rasanten Preisanstieg ausgeglichen). Der Dollar als Reservewährung erlaubte es den Amerikaner, sich auf ungenierte Weise an allen anderen zu bereichern, deren Produkte und Dienstleistungen sie bezogen. Denn sie hatten stets die Möglichkeit, ihre Dollars nach Bedarf zu drucken.
Kriege und Rüstung auf Kosten der anderen
Damit nicht genug, ermöglichte es auch noch auf Kosten anderer (damals vor allem der Europäer) den Vietnamkrieg zu finanzieren, den Golfkrieg (weil Saddam Hussein auf den Euro zur Ölpreisverrechnung umsteigen wollte, was die Energieversorgung der USA stark verteuert hätte). Von anderen nutzlosen kriegerischen Auseinandersetzungen, immensen Rüstungsausgaben usw. ganz zu schweigen.
Dazu kommt noch, dass die USA seit einiger Zeit auf freche Weise versuchen, amerikanisches Recht der ganzen Welt aufzuzwingen (siehe auch den unten erwähnten Beitrag). Auf Kosten der anderen (ölexportierende Länder, Japan, Europa, jetzt China) lässt es sich bequem leben, zumindest eine Zeitlang, bis der Unmut über den Währungsmissbrauch zu groß wird und sich eine Alternative findet. Mit dem IWF haben die USA zudem eine Institution geschaffen, die sie fest in der Hand halten, um mit deren Hilfe ihren Währungsmissbrauch so lange wie möglich fortsetzen können. Doch allmählich macht der Wirt die Rechnung ohne die Gäste, die nicht mehr bereit sind, sein verdorbenes Fleisch weiter essen. Die Situation hat sich insofern geändert, als nun mit China und Russland endlich Kontrahenten entstanden sind, die sich von den Amerikanern nicht mehr ungestraft in den Suppentopf spucken lassen. Europa (und Japan als Kriegsverlierer) zeigte ja ständig eine derartige Amerikahörigkeit, dass man sich nur verwundern kann. Sei es, dass man der von den USA betriebenen Wirtschaftsspionage (Stichwort: Echelon) wie gelähmt zusah, oder man ihnen gar noch freiwillig Wirtschaftsdaten herausrückt (Stichwort SWIFT). Was hier die wahren Gründe für diese Willfährigkeit der europäischen Politik sein mag, soll der Phantasie jedes einzelnen überlassen bleiben. „Es ließen sich noch unzählige andere Beispiele anführen, die belegen, in welchem Umfang Europa - sei es politisch, sei es juristisch, sei es ökonomisch - von den USA drangsaliert wird“, schreibt Manfred Gburek in einem lesenswerten Kommentar ( http://www.goldseiten.de/ ).
(cr)
wird fortgesetzt






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