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Klagsflut um Ex-Meinl-Firmen setzt sich fort   Facebook be



18.06.2010
 

Die Klagsflut um die beiden Ex-Meinl-Firmen Airports International (AI), Power International (PI) und die Meinl Bank setzt sich unvermindert fort. Nachdem die drei Kontrahenten jüngst ihre juristischen Auseinandersetzungen nicht beilegen konnten, legt die Meinl Bank jetzt noch ein Schäuferl nach und kündigt gleich drei neue "juristische Initiativen" gegenüber den neuen Machthabern in der AI und PI an - wegen Kreditschädigung, Missmanagement und Wertverlust.

Im Visier der ersten neuen Meinl Bank-"Initiative" stehen die sogenannten "Rebellen" und ihr internationaler Hedgefonds Elliott Associates, besonders aber der vormalige AI- und PI-Chairman Wolfgang Vilsmeier. Dieser habe durch falsche und diskreditierende Stellungnahmen erheblichen Schaden an der Marke Meinl angerichtet. Die Höhe des Schadens könne durchaus im zweistelligen Millionenbereich liegen, so die Bank.

Die zweite demnächst geplante "juristische Initiative" geht von der Meinl Bank-Tochter Meinl Power Management aus und richtet sich gegen die PI wegen der vertragswidrigen Auflösung des Managementsvertrages - Klagssumme rund 60 Mio. Euro.

Bei der dritten "Initiative" handelt es sich um eine "Derivative Action" nach Jersey Recht gegen das Management des internationalen Hedgefonds, mit dem Ziel, zusätzlich 122 Mio. Euro für die AI- und 55 Mio. Euro für die PI-Anleger zu erstreiten. Mit diesem Instrument können Aktionäre - stellvertretend für die Gesellschaft - das Management von Unternehmen aufgrund der Verletzung von Unternehmensinteressen klagen, erläutert die Bank. Die "Derivative Action" betreffe sowohl die früheren Vertreter des Hedgefonds als auch das aktuelle Management repräsentiert durch deren Managing Director, James Shinehouse, so Weinzierl.

"Nachdem die sogenannten Rebellen nun seit fast zwei Jahren AI und PI kontrollieren, zeigt der massive Wertverlust und die Untätigkeit des Managements immer deutlicher deren wahre Intention: Es geht um das Aushöhlen der Unternehmen und Abkassieren von Managergehältern", so Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl am Freitag in einer Presseaussendung. Immer mehr Anleger würden jetzt verstehen, "dass das was Strohmänner wie Alexander Proschofsky und andere vor zwei Jahren als Aktion im Sinne der Kleinanleger verkauften nichts anderes war und ist als eine Abzocke auf Kosten der Anleger".

APA


 
 

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