Jeremy Leach managt bei Managing Partners Limited einen Fonds, der in gebrauchte Lebensversicherungen investiert. Das „Geschäft mit dem Tod“ hat bei vielen Anlegern einen schlechten Ruf, Leach kann dies nachvollziehen, gesteht er in einem Interview mit dem Manager Magazin ein. Vor einem Jahrzehnt seien Einwände aber berechtigter gewesen, da mit sogenannten Viatical Policen, welche für Todkranke mit einer Lebenserwartung von unter zwei Jahren waren, gehandelt wurde. Heutzutage wird in Life-Settlement-Policen investiert, die Policeninhaber haben dabei eine längere Lebenserwartung.
Neben moralischen Problemen sei es schwierig, die Lebenserwartung der Versicherten akkurat zu berechnen. Dabei sei es für die Investoren von Nachteil, wenn die Versicherungsnehmer länger als erwartet leben. Die Kalkulation werde monatlich angepasst, dabei wird die Lebenserwartung etwas erhöht. Leach kritisiert in dem Interview mit dem Manager Magazin geschlossene Fonds als intransparent, diese würden durch ihre Taktik, viel Geld einzusammeln und innerhalb von sechs Monaten zu investieren, den Markt kaputt machen. Sein Fonds hingegen würde das eingesammelte Geld langsam investieren. Um Kosten zu reduzieren würden die Policen nicht gehandelt, sondern bis zum Schluss behalten werden- in diesem Fall bis zum Ableben des Kunden. Für Leach ist dies „wie ein Value-Investment bei den Aktien“. Leach investiert in den USA und erzielt mit seinen Fonds seit 2004 eine jährlich Rendite von rund 9 Prozent. Grossinvestoren wie die Deutsche Bank oder Commerzbank würden schon seit langem in diese Art von Fonds investieren. Damit auch andere Investoren diese Produkte für sich entdecken brauche es „Erziehung“, meint Leach abschliessend zum Manager Magazin. (kasp)






