Der teilverstaatlichte US-Versicherer AIG denkt Kreisen zufolge über den Verkauf seines Verbraucherkreditgeschäfts nach. AIG habe die Bank of America Merrill Lynch mit der Restrukturierung und Veräußerung der Einheit beauftragt, berichtete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. AIG war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Durch die Transaktion würde AIG seinen Ausverkauf fortsetzen. Der Konzern ist bemüht, dem Staat seine Rettungshilfen im Volumen von 182,3 Mrd. Dollar (148 Mrd. Euro) zu erstatten. Anfang 2010 hatte AIG bereits zugestimmt, zwei große ausländische Versicherungstöchter für insgesamt rund 51 Mrd. Dollar zu veräußern. Der Verkauf des asiatischen Versicherungsgeschäfts an Prudential befindet sich derzeit allerdings in einer kritischen Phase.
Der Chef des vormals weltgrößten Versicherungskonzerns, Robert Benmosche, hatte erst am Mittwoch vor einem Ausschuss des Kongresses zur Überprüfung der Rettungsaktionen in der Finanzkrise betont, AIG befinde sich jetzt auf dem Weg, dem Steuerzahler seine Hilfen zurückzuzahlen.


