Sal. Oppenheim, Grossaktionär bei Arcandor, prüft sein zukünftiges Engagement beim insolventen Handelskonzern, berichtet das "Handelsblatt" am Mittwoch. Derzeit werde überlegt, ob man weiter in den Konzern investiere oder die Beteiligung verkaufe.
Die Bank möchte die Entscheidung in sechs bis acht Wochen fällen, dann wenn der Insolvenzverwalter seinen Sanierungsplan vorlegt. Mit knapp 29% der Anteile ist die Bank mit den Gesellschaftern grösster Aktionär von Arcandor. Es gäbe bereits Interessenten für die Beteiligung, darunter Hedge-Fonds sowie Einzelpersonen. Der Einstieg beim Essener Konzern vergangenen September wird mittlerweile von Sal. Oppenheim als Fehler gesehen.Zum damaligen Zeitpunkt hätte der Einstieg bei einem durchschnittlichen Aktienkurs von 2,12 Euro wie eine gute Investmentchance ausgesehen, so die Bank. Im Gegensatz zu Sal. Oppenheim hat sich Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, mit 26% Anteilen zweitgrösste Aktionärin des Essener Konzerns, klar zum Arcandor-Engagement bekannt und habe daher nicht vor, das Aktienpaket zu verkaufen. (Dow Jones, kasp)






