Das US Finanzsystem würde sich nach Timothy Geithners (Bild) Ansicht bereits in einer ersten Phase der Besserung befinden, meint dieser in einer Diskussion auf CNN Money. Jedoch teilt nicht jeder Geithners Optimismus. So meint Nouriel Roubini, das US Bankensystem sei immer noch überflutet von toxischen Anlagen, berichtet CNN Money. Er rechnet mit einem weiteren Verfall der US-Hauspreise um 15% bis 20% vom derzeitigen Preislevel. Dies würde zu weiteren massiven Hypothekenverlusten der Banken und somit einer Verlangsamung der Wirtschaftserholung führen. Damit rechnet auch Robert Shiller, ein Ökonom der Yale Universität, der schon vor einigen Jahren vor dem Platzen der Immobilienblase gewarnt hatte. Die Vergangenheit hätte gezeigt, dass der derzeitige Optimismus und die Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung nicht gerechtfertigt sei, meint er.
Meredith Whitney, die als eine der ersten Analysten die massiven Abschreibungen vorhergesehen hatte, meint, dass trotz der Bankenrettungsmassnahmen die meisten grossen Finanzinstitute noch immer nicht gesund seien. Private Schulden würden auf die Regierung abgewälzt werden, was eine weitere „Zeitbombe“ schaffen würde, warnt Roubini. Die steigende Arbeitslosenrate- Roubini geht von 11% in den USA für die zweite Hälfte 2010 aus- stellt die Banken vor weitere massive Probleme. Abschliessend witzelt Roubini, bezugnehmend auf eine Metapher vom Chef der US-Notenbank Ben Bernanke, dass wo einige „grüne Sprossen“ sehen, sehe er „gelbes Gras“. (kasp)






