BElogs foonds
 
 Last 24h: 29 

Twitter
Partner des Monats:
 

 
Infofolder:
Zertifikate
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 8:34, 9.2.2012

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Studie

Geld macht geizig - Spitzenverdiener sind die grösseren Egoisten   Facebook be



30.04.2010
 
Wer hart für ein hohes Einkommen arbeitet, gibt es ungern her

Wer besonders viel verdient, ist weniger grosszügig als Normalverdiener. Zu diesem Schluss kommt zumindest der Ökonom Nikos Nikiforakis von der Universität Melbourne. Er überprüfte in einem Experiment, welchen Einfluss ein hohes Gehalt auf die Bereitschaft zu teilen hat. Je mehr Menschen verdienen, desto geringer ist der Anteil, den sie anderen weiterzugeben bereit sind.

Im Labor traten Versuchspersonen zunächst gegeneinander in einem Spiel an, dessen Ausgang das "Spielgehalt" für den weiteren Verlauf des Experiments bestimmte. Anschliessend mussten die Teilnehmer entscheiden, ob sie einen Teil der Einkünfte einem bzw. mehreren Mitspielern abtreten wollten. Geber und Empfänger blieben dabei jeweils anonym, um durch das Ausklammern strategischer Überlegungen allein das "Geben um des Gebens willen" zu untersuchen. Den Spielern winkte am Schluss eine Belohnung in echtem Geld.

Quelle
des Reichtums entscheidend

Die Ergebnisse fielen sehr deutlich aus. Bei den Probanden mit dem höchsten Einkommen war die Chance des Teilens dreimal niedriger als bei den Nächstgereihten. "Selbst wenn Taktiken ausgeblendet werden, sind jene die grössten Egoisten, die am härtesten für ihr Gehalt arbeiten", berichtet Nikiforakis. Der Studienleiter glaubt, dass die sozialen Einstellungen eines Menschen hier ein Wörtchen mitreden. Nette Menschen dürften weniger hart für Geld arbeiten, da sie eher auf die Hilfe anderer zählten, wie auch egoistische die anderen eher für egoistisch halten würden.

Ein anderes Resultat kam allerdings zustande, als man das Gehalt nach dem Zufallsprinzip verteilte. Die Unterschiede im Teilen zwischen Besser- und Schlechterverdienenden waren nun verschwunden. Es dürfte somit darauf ankommen, womit man sein Geld verdient. "Nicht alle Spitzenverdiener sind Egoisten. Menschen, denen das Geld zufällt wie etwa in einer Lotterie oder durch eine Erbschaft, dürften eher zum Teilen bereit sein als solche, die es durch andere Quellen wie etwa durch Arbeit erworben haben", so der australische Forscher.

Selbstachtung und Gleichheitsdenken machen grosszügig

"Ob höheres Einkommen geiziger macht oder Geiz das Einkommen erhöht, kann man aus den Ergebnissen nicht eindeutig schliessen. Es ist wie die Henne-Ei-Frage", erklärt Hans-Theo Normann, Doktorvater von Nikoforakis am Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie DICE, im pressetext-Interview. Relevant sei das Studienergebnis überall dort, wo es auf individuelle Hilfsbereitschaft ankomme. "Hilfsorganisationen erhalten zwar ihre Grossspenden von den Grossverdienern, doch es ist nicht diese Gruppe, die den höchsten Anteil ihres Einkommens spendet", so der Experte.

Wie das "Geben um des Gebens willen" zustande kommt, kann laut Normann auf zwei Arten erklärt werden. "Es könnte sein, dass Spender sich wirklich für das Wohlergehen anderer interessieren. Sie spenden, da sie die Ungleichheit nicht mögen. Die zweite Möglichkeit ist, dass die Menschen sich und andere durch Spenden überzeugen wollen, dass sie gute Menschen sind. Der Respekt der anderen und auch die Selbstachtung stünden dann im Vordergrund, nicht so sehr die Bedürftigkeit der Mitmenschen."

(pressetext)


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
loading..

Archivsuche:


 
(14-punkt-ig-er) Morning Espresso für Trader, 9.2.
 
09.02.2012
Guten Morgen, liebe Leser!  Die wichtigsten Indizes an der Wall Street konnten am Mittwoch mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Dabei wurde die Stimmung der Investoren durch die Hoffnung auf eine baldige Lösung im griechischen Schulden...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 8. Februar
 
Robert Gillinger, 08.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, dass es manchmal ein bisschen später werden kann in Griechenland, wissen wir zumindest von unseren Urlauben dorthin. Warum sollte es also beim Rettungspaket anders sein? Auch das entscheidende Treffen der Parteichefs mi...
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 08.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, morgen tagt die EZB - zum dann vierten Mal unter Mario Draghi. Erwarten sollten wir uns von dieser Sitzung nichts - auch wenn das für den bisher so umtriebigen Notenbanker doch etwas ungewöhnlich wäre. Und seien wir fro...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 7. Februar
 
Christoph Rohrmoser, 07.02.2012
Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Gold und Silber verharren in der Seitwärtslinie, die Börsen sich leicht unter Druck. Man wartet, wie es in Griechenaland weitergehen soll. Japan überlegt weitere Eingriffe am Devisenmarkt, wenn dies nötig werd...
weiterlesen


Anleihen Express
 
Robert Gillinger, 07.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, mitten in der angefachten Diskussion, ob wir Griechenland nicht doch den freiwilligen Austritt aus der Euro-Zone nahelegen sollten, meldet sich der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors zu Wort. Es gebe "mange...
weiterlesen


Fonds-Express
 
Robert Gillinger, 06.02.2012
Sehr geehrte LeserInnen, Für Griechenland wird es eng: Am Wochenende hat Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker eine Staatspleite öffentlich als Möglichkeit genannt. Heute setzten Angela Merkel und Nicolas Sarkozy nach. Immer offener wird ein Au...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 6. Februar
 
Christoph Rohrmoser, 06.02.2012
Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Der Euro verliert etwas gegenüber dem Dollar, die Börsen sind aus dem leichten Minus fast ins Plus vorgerückt. Gold ist knapp 1% tiefer, aber Silber hat den deutlichen Absacker auf 33,0 bereits wieder nahezu w...
weiterlesen