Gold steigt weiter
Der Goldpreisanstieg ist laut Marc Faber noch längst nicht vorbei, da Papiergeld weiter an Wert einbüßen werde. Gold wird den Verlust an Kaufkraft weiter kompensieren. Dies erklärte Faber in einem Exklusivinterview mit John Dourekas, Kitco News, am 22. April ( http://www.kitco.com/ ). Faber sieht Edelmetalle nicht als Rohstoffe, sondern als Währungen, und sie sind derzeit die Währungen seiner Wahl. Auch feste Geldwährungen wie der CanDollar oder Australdollar sind dagegen anfällig auf eine Konjunkturverschlechterung in China. Faber fährt daher mit dem Goldkaufen fort: „Wer reich ist, sollte eine Tonne jedes Monat zukaufen (Anmerkung: Das sind ca. 28 Mio Euro). Beim derzeit niedrigen Zinsniveau gebe es zudem ohnehin wenig Gründe, warum man nicht Gold oder Silber kaufen solle.
FED ist inkompetent, Enteignung bei Gold denkbar
Faber sieht unter Bernanke die Zinsen weiterhin bei Null verharren. Faber merkte zudem an, dass die gegenwärtige Vizevorsitzende der FED, Janet Yellen, eine „weitere völlig unwissende“ Ökonomin („another totally ignorant economist“), jeden Realitätsbezug verloren habe, indem sie vor sechs Monaten behauptet habe, wenn sie Zinsen unter Null einführen könne, würde sie es tun. Das sage alles über die Politik der FED. Er gab aber zu bedenken, dass wenn Gold eines Tages substantiell steige, eine Enteignung denkbar sei. Die Amerikaner könnten die Europäer ebenfalls dazu zwingen, und wenn sie alles Gold der Welt dann hätten, es mit 10.000 USD je Unze neubewerten („once they have all the gold in the world they would re-value it at $10,000 an ounce,“).
Goldman-Sachs-Untersuchungen politisch motiviert – Obama verhält sich wie ein antiker Imperator
Die Untersuchungen der SEC gegenüber Goldman Sachs hält Faber für politisch motiviertes Geplänkel ohne viel reale Auswirkungen auf die Märkte. Da Obama unpopulärer als Bush ist, sei es derzeit eben opportun, auf Goldman-Sachs als Symbol der Wallstreet und exzessiver Finanzexzesse als Sündenbock loszugehen, wobei auch noch ein Schuss Antisemitismus ins Spiel komme. Obama werde alles unternehmen, um wiedergewählt zu werden, was etliche sehr schlechte Entscheidungen mit sich bringen werde. Er sei wie ein römischer Imperator, der dem Mob Brot und Spiele gebe. Faber hat wenig Hoffnung auf eine Finanzreform in den USA und plädiert für weniger als mehr Regulierung.
Goldpreisdrückung ist plausibel und soll zum Einstieg genützt werden
Faber sieht durchaus eine Marktbeeinflussung beim Goldpreis, will es aber nicht als Marktmanipulation bezeichnen. Er vermutet, dass es einige Anstrengungen der Zentralbanken gebe, den Preis zu drücken. Darüber solle man nicht jammern, sondern den zu tiefen Preis zum Einstieg nützen.
China ist blasengefährdet
Auch China sieht Faber auf eine Blase zusteuern. Wenn etwas substantiell über dem Trend laufe, es exzessive Kredite und Spekulation gebe – und all das treffe auf China zu – dann seien das Anzeichen einer Blase. „Wenn in China alles super läuft, warum sind dann die chinesischen Aktienmärkte tiefer als im August 2009?“ Faber sieht bereits Schwächesignale in den großen Stahlunternehmen wie RioTinto und Freeport McRoan. Die Rohstoffnachfrage sei sehr verletzlich bei einer Abschwächung in China.
Griechenland – Rettung lohnt sich nicht
Eine Griechenland-Rettung sei eine Schlechte Nachricht für den Euro. Das erhöhe die Staatsschulden und Griechenland werde pleite gehen, ist Faber überzeugt („I really think Greece will go bust“). Denn was produziere Griechenland schon groß? Olivenöl und Tourismus. Das sei zuwenig für eine Rettungsaktion.
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(cr)






