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Silber

Theodore Butler: Das CFTC-Hearing und der Silbermarkt   Facebook be



20.04.2010
 
Zusammenfassung über das CFTC-Hearing über den Edelmetallhandel vom 25.04.2010

Theodore Butler (http://www.butlerresearch.com ) ist es maßgeblich zu verdanken, dass es zu dem CFTC-Hearing (Commodities Futures Trading Commission) über die Zustände im Edelmetallhandel am 25.3. kam, da er seit Jahren hartnäckig auf die Ungereimtheiten im Silberhandel, wie etwa abartig große Short-Positionen, hingewiesen hat.
Daher soll hier nochmals in kurzer Form sein Interview zusammengefasst werden, das er am 8.4. Jim Cook von Investment Rarities gegeben hat ( http://news.silverseek.com/ ) (auf deutsch in voller Länge bei http://www.goldseiten.de/ ).

Ablauf des Hearings war befriedigend

Ted Butler äußert sich zufrieden über den Ablauf des Hearings und anerkennt die Ernsthaftigkeit, mit der die Fragestellungen abgearbeitet wurden. Butler hat laut eigenen Aussagen seit 20 Jahren Petitionen zur Silber-Thematik an die CFTC gerichtet. Bewegung ist in diese Sache erst durch den neuen Chairman der CFTC, Gary Gensler, gekommen, der auch bereits den Ölspekulationen in einem Hearing einige Wochen zuvor nachgegangen ist.

Sollen Positionsobergrenzen eingeführt werden?

Die Fragen, um die es beim Hearing ging, waren, ob bei Gold und Silber Positionsobergrenzen eingeführt werden sollten, ob es bei Silber eine große, konzentrierte Short-Position gebe und ob der Preis manipuliert werde. Die Gegenseite bildeten Großbanken, Börse und Silber-Establishment, die gegen Positionsobergrenzen waren, weil damit der Comex Liquidität und Aktivität entzogen werde und Geschäft ins Ausland abwandere. Die von Butler vorgeschlagene Obergrenze von 1500 Kontrakten würde nur 1% der Händler betreffen und daher nicht die argumentativ vorgeschobenen Auswirkungen der Gegenseite haben. Bis zum 26. April können und sollen Kommentare zum Hearing abgegeben werden (sämtliche Protokolle des Hearings: http://www.cftc.gov/ ).

JP Morgan, mutmaßlicher größter Silber-Shortgänger, blieb fern

JP Morgan, die am meisten unter Beschuss bzgl. der Shortpositionen sind, blieben dem Hearing fern, wohl um keine spezifischen Fragen beantworten zu müssen und sich nicht selbst zu belasten, wie Butler vermutet. Butler hält Silber für das beste Investment, das den meisten Menschen Zeit ihres Lebens begegnen wird, auch wenn das Hearing noch kaum Auswirkungen auf den Silberpreis gezeigt hat. Butler rechnet mit einer Anpassung der Comex-Silber-Positionsobergrenzen an die Verhältnisse beim Gold, und dass sich JP Morgan bereits auf den Shortabbau einstellt. Butler sieht auch bereits Anzeichen dafür und die Silbermanipulation dem Ende zugehen - mit entsprechenden starken Preissteigerungen beim Silber.

Ungewöhnliche Bewegungen bei den Silberbeständen

Butler erkennt in den vergangenen fünf bis sechs Wochen ungewöhnliche Bewegungen bei den Silberbeständen im Comex-Warehouse sowie den Abzug bedeutender Silbermengen aus dem großen Silber-ETF SLV, was er so interpretiert, als müssten sämtliche greifbaren Bestände zusammengekratzt werden, um den Lieferverpflichtungen nachzukommen. Dem SLV ETF wurden anscheinend 9,5 Mio Unzen entzogen (etwa 300 Tonnen).

Silber ist das bessere Gold

Angesprochen auf den Unterschied zwischen Silber und Gold erkennt Butler beim Gold keine solchen Entwicklungen. Da Silber in großem Umfang industriell gebraucht wird, bahnt sich eine große Knappheit an, die den Preis nach oben treibt. Während sich Butler beim Goldpreis einen Anstieg um 20% vorstellen kann, sieht er beim Silber im selben Zeitraum 100 bis 200%. Im Vergleich zu Gold billigt er Silber einen Hebel von 10 bis 20x zu. Er empfiehlt jedenfalls den Goldinvestoren, einen Teil in Silber umzuschichten.

Lieferverzögerung werden Panikkäufe bei den industriellen Silberkunden bewirken

Auch die industriellen Silberkäufer haben die Änderungen, die sich abzeichnen, noch nicht erkannt, und werden bei den ersten Lieferschwierigkeiten panisch Silberlager aufbauen, was den Preisauftrieb beschleunigen wird. Butler sieht ein großes Problem auf die Anleger zukommen, die ihr Silber nicht physisch halten bzw. denen ihre Silberbarren nicht Nummer für Nummer zugeordnet sind. Er fürchtet, dass sie dann um die Auslieferung umfallen werden.

Die industrielle Silbernachfrage wird weiter steigen

Was die industrielle Anwendung betrifft, so steigen die Anwendungsmöglichkeiten für Silber ständig und solange die Weltbevölkerung und die Wirtschaft wächst, wird auch der Silberverbrauch mitwachsen. China spielt dabei auch eine entscheidende Rolle.
Die abschließende Frage war, was nun passieren würde, wenn die großen Shortgänger in Zukunft nicht mehr leerverkauften? „Der größte Preiskontrollmechanismus wird dann sein Ende gefunden haben und wir befinden uns in einer gänzlich neuen Ära“.
(cr)
Interview in voller Länge auf:
http://news.silverseek.com/ (englisch) http://www.goldseiten.de/ (deutsch).
Bild: Theodore Butler (c) http://www.kingworldnews.com/
Butler ist auf http://www.kingworldnews.com/ regelmäßig zu Gast


 
 

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