Am 25.März gab es die Anhörung bei der Commodities and Futures Trading Commission CFTC über die Gold/Silber-Märkte, die im Gefolge an die Anhörung zum Thema Energie (Ölpreismanipulation) angesetzt war. Börse-Express berichtete im Vorfeld davon (http://www.foonds.com/ Wenig überraschend fand das Ereignis nur geringes Medienecho. Der Londoner Edelmetall-Händler Andrew Maguire erläuterte dabei, wie die Edelmetallpreise von einigen bekannten US-Großbanken manipuliert würden (er wurde übrigens kurz darauf von einem Auto angefahren (Fahrerflucht), was wohl reiner Zufall sein wird, und kam mit leichten Verletzungen davon). Da die Anhörung auch von den Finanzmedien nicht gecovert wird, ist man auf weniger bekannte Medien angewiesen (z.B. http://www.huffingtonpost.com/ Befragt wurden auch Bill Murphy und Adrian Douglas(GATA Gold Anti Trust Action Committee, www.gata.org), wobei gerade im spannendsten Augenblick die Aufzeichnungskamera „zufällig“ ausfiel.
100 mal mehr Goldversprechen (Papiergold) als Gold
Von den Interviews mit größeren Medien, die danach mit beiden stattfanden, wurden laut deren Aussage alle nicht publiziert. Maguire hatte im Laufe seiner Arbeit festgestellt, dass es keine entsprechende physische Goldmenge zu den großen „Gold Deposits“ (Gold-Guthaben) bei den großen LBMA Banken (Mitglieder der London Bullion Market Association) gäbe. Nach einer Aussage von Jeffrey Christian (CPM Group) soll es 100-fach mehr Golddeposits geben als Gold. Es soll sich um ein Papiergold-Ponzi-Schema gewaltigen Ausmaßes handeln, schließen Kommentatoren und Beobachter der Sitzung. Angeblich soll es 1000e von Kunden geben, unter ihnen gar Regierungen vom Mittleren Osten und Asien, die im Glauben sind, sie verfügten über Milliarden an Goldbeständen, und entsprechende Verwahrungsgebühren für diese Phantasiegoldbestände zahlen, aber in Wahrheit den Banken nur unbesicherte Goldkredite gegeben haben (kurz: das Gold ist nur am Papier da). Das ist vom Prinzip her nichts Neues: Bereits 2007 soll Morgan Stanley etliche Millionen USD für einen Vergleich mit Kunden gezahlt haben, denen Silber-Lagergebühren für nicht vorhandenes Silber verrechnet worden sein soll (http://www.gata.org/ ). Für die Zustände am Goldmarkt wurde sogar der Begriff des „Ponzi-moniums“ geprägt. Einen sehr ausführlichen Bericht mit Interview-Auszügen und Interview-Links bietet ZeroHedge (http://www.zerohedge.com/
Hoher Goldpreis heißt: Dollar-Missmanagement
Doch warum seit Jahren diese Bemühungen, den Goldpreis zu manipulieren? Goldspezialist James Turk fasst es wie folgt zusammen: „Diese Manipulation verfolgt das Ziel, das Missmanagement des US-Dollars zu verbergen, damit er auch weiterhin als Weltreservewährung funktionieren kann. Drückt man jedoch den Preis des Goldes, so setzt man gleichzeitig das Barometer des internationalen Finanzsystems außer Kraft, so dass alle Märkte viel leichter manipulierbar sind. Diese Manipulation ist einer der Hauptgründe für jene katastrophalen Marktexzesse, die jetzt die gesamte Welt bedrohen."
Welche Auswirkungen diese Erkenntnisse nun haben und ob man ihnen Glauben schenken mag bzw. ob auch andere Marktteilnehmer daran glauben und z.B. Hedgefonds versuchen, den ungedeckten Goldmarkt durch Verlangen von physischer Lieferung an die Wand zu drücken, wird die Zukunft zeigen. Jedenfalls könnte sich daraus der feste Goldpreis der letzten Tage erklären.
(cr)







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