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Griechenland weiter im Abwärtsstrudel   Facebook be



12.03.2010
 

Die griechische Wirtschaft befand sich auch Ende 2009 weiter auf Talfahrt. Das Bruttoinlandsprodukt ging im letzten Quartal des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent zurück. Die Arbeitslosigkeit lag im Dezember bei 10,2 Prozent. Das waren etwas weniger als die 10,6 Prozent im November, aber deutlich mehr als vor Jahresfrist (8,9 Prozent).

Die griechische Regierung hat in der vergangenen Woche ein Sparprogramm im Umfang von 4,8 Mrd. Euro verkündet, mit dem sie das hohe Haushaltsdefizit in den Griff bekommen will. Es sieht unter anderem Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst von rund acht Prozent sowie eine Erhöhung der Verbrauchssteuern vor. Die Folge sind Streiks, die das Land immer wieder zeitweise stilllegen.

Keinen Stillstand dürfte es aber beim Anleihenemissionsprogramm der Griechen geben. Die zuletzt durchgeführte Plazierung einer zehnjährigen Anleihe spülte fünf Milliarden Euro in die Staatskasse. Im Jänner wurden acht Milliarden aufgenommen, von denen laut Gerüchteküche aber nichts mehr da ist. Diesem Haben von fünf Milliarden Euro stehen 22 Milliarden Euro an Zins- und Tilgungszahlungen gegenüber, die Athen bis Mai leisten muss – theoretisch fehlen 17 Milliarden Euro. Heisst: Griechenland wird sich wohl bereits in Kürze wieder an den Markt wenden, und um Geld bitten. Auch hier hat die Gerüchteküche das Ergebnis bereits parat: Es wird ein Bond in Euro über zehn Milliarden emittiert, die fehlenden Mittel sollen per Fremdwährungsbonds eingesammelt werden.


 
 

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