Die Wahl zum Fonds des Monats geht in die dritte Runde - Teil 2 der Vorstellung der Nominierten
Der Wiener Aktienmarkt liegt YTD in etwa auf dem Stand von Jahresanfang, Euro-Staatsanleihen schafften ein Plus von etwas mehr als einem Prozent (Griechenland und die PIGS-Diskussion nebst der Euro-Schwäche belasteten), mit osteuropäischen Staatsschuldverschreibungen waren hingegen deutlich mehr als fünf Prozent zu verdienen. Der ESPA Bond Danubia (AT0000831409) schaffte fast sieben und auf Einjahressicht mehr als 40. Und diesen Spezialfonds schickt Geschäftsführer Franz Gschiegl ins Rennen um den Titel des Fonds des Monats März.
Seine Nominierungsbegründung: „Der ESPA Bond Danubia investiert schwerpunktmässig in Staatsanleihen der neuen EU-Mitgliedsländer wie Polen, Ungarn, Tschechien, aber auch in Papiere anderer Emittenten aus dieser Region. Die Konvergenz-Idee wird dabei weiter gefasst und schliesst die Türkei und die vormaligen Sowjetrepubliken mit ein. Die Zins und Währungsmärkte konnten im Februar ihre positive Performance fortsetzen. Trotz der Unsicherheiten über die Staatsfinanzen Griechenlands und anderer südeuropäischer Staaten konnten die Zins- und Währungsmärkte in Zentral- und Osteuropa im Februar weiter zulegen. Gründe für die relativ starke Abkoppelung von den Bewegungen auf den südeuropäischen Märkten sind die niedrigere Staatsverschuldung, höheres zukünftiges Wachstum sowie die höhere Flexibilität durch sich frei bewegende Wechselkurse. Des weiteren haben auch die fundamentalen Verbesserungen in den einzelnen CEE- Ländern (Stichwort: Leistungsbilanzen) den weiteren Risikoaufbau in der Region unterstützt.“
Konkret ist Fondsmanager Peter Svoboda derzeit ein echter Polen-Fan, das wahrscheinlich einzige Land Europas, das im Vorjahr keine Rezession erlitt. Beinahe 30 Prozent des Fondsvolumens von derzeit knapp 580 Millionen Euro liegt in Staatsanleihen Warschaus, und damit in Zloty. Die „aufgeweichten EU-Kriterien“ des Fonds spiegeln sich in einer mehr als zehnprozentigen Gewichtung russischer Papiere wider, Ungarn kommt auf Platz drei. Dem Risiko steigender Zinsen begegnet Svoboda durch eine relativ kurze Restlaufzeit der im Depot gehaltenen Papiere.
Der Fonds ist ein Ausschütter, zuletzt wurden Ende August des Vorjahres 4,5 Euro an die Anleger überwiesen.
(gill)


