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Aktien

Attraktive USA   Facebook be



09.03.2010
 

Aktien nordamerikanischer Unternehmen bleiben dank guter Gewinnaussichten für Investoren attraktiv, auch wenn die Erholung der US-Wirtschaft langsamer als vom Markt erwartet verlaufen könnte - das ist in etwa das Fazit zu Cormac Weldon, Head of US Equities bei Threadneedle sowie Fondsmanager des Threadneedle American Select Fund, und seinem Ausblick: „Die Unternehmen haben ihre Kosten in der Krise massiv gesenkt, sodass der von uns erwartete, moderate Nachfrageanstieg sich in deutlich höheren Gewinnen niederschlagen dürfte“, erklärt Weldon, „es gibt gute fundamentale Anlagemöglichkeiten in vielen Sektoren, die im Vergleich zum Gesamtmarkt hohe Renditen bringen können.”

Die Wirtschaftserholung in den Vereinigten Staaten wird getragen vom Wiederaufbau der Lagerbestände, die in der Krise deutlich abgebaut worden waren. „Dennoch sind wir etwas vorsichtiger als die Gesamtheit der Analysten, wenn es um die Wachstumsaussichten geht”, sagt Weldon. Historische Daten zeigen, dass der private Konsum nach einer “normalen” Rezession etwa sechs Monate gedämpft bleibt, nach schweren Finanzkrisen aber typischerweise drei Jahre braucht, um sich zu erholen. Im aktuellen Szenario lässt dies erwarten, dass der Konsum noch mindestens ein Jahr verhalten bleiben wird, zumal die Auswirkungen eines langfristigen Schuldenabbaus die Konsumfreude weiterhin bremsen werden. Trotzdem sind die Aussichten für die Unternehmensgewinne gut. Das liegt vor allem am Kostenabbau, den die Unternehmen in der Krise durchführten. Dadurch konnte der Rückgang der Gewinnspannen abgefedert werden, seit 2007 fielen sie lediglich um weniger als zwei Prozent. Der Anteil der für den Schuldenabbau oder Dividenden frei verfügbaren Umsatzerlöse ist gestiegen, was den Aktionären künftig zugute kommen sollte.

Durch die schlanken Kostenstrukturen dürfte jede Verbesserung der Nachfrage auch hohe Gewinne nach sich ziehen. Diese Gewinne werden von vielen Unternehmen bisher allerdings nur zögerlich zum Ausbau von Kapazitäten genutzt, Einstellungen erfolgen beispielsweise oft nur befristet. „Während der Krise war es noch richtig, das Geld zusammenzuhalten und die Bilanz zu stärken”, erläutert Weldon, „jetzt gibt es aber produktivere Wege, Geld einzusetzen, beispielsweise für Fusionen, Übernahmen oder Aktienrückkäufe.”

Sollten die Aktivitäten in diesen Bereichen wieder anziehen, dürften ausgewählte Aktien davon stark profitieren. Günstig für den US-Aktienmarkt könnte sich auch auswirken, dass die Anleger im bisherigen Verlauf der Erholung eher Unternehmensanleihen bevorzugt hatten. Jetzt aber sind deren Renditen nicht mehr so attraktiv wie noch vor einem Jahr, sodass Anlegergelder wieder verstärkt in Aktien fliessen werden.

Da das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren eher verhalten bleiben dürfte, liegen Chancen vor allem bei Unternehmen mit einer starken Marktposition und robusten Finanzen. „Derartige Firmen werden langfristig von einer Branchenkonsolidierungen profitieren. Wir finden sie mit unserem fundamentalen Anlageprozess in einer Reihe von Sektoren. Vor allem den Technologiesektor haben wir derzeit deutlich übergewichtet, denn diese Branche ist sehr vielfältig. Sie enthält zyklische Unternehmen ebenso wie Firmen mit stabilen jährlichen Umsätzen. Die verfügbaren Cash-flows sind sehr hoch, und viele von uns ausgewählte Technologieunternehmen sind Weltmarktführer in ihrem Sektor”, erläutert Cormac Weldon.


 
 

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