Island

Kaupthing-Nachfolger spickt auf Beteiligung deutscher Institute   Facebook be



08.03.2010
 
Um Verbindlichkeiten zu begleichen

Die von der Finanzkrise gebeutelten isländischen Banken werben um den Einstieg deutscher Geldinstitute, um ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. "Es wäre wünschenswert, wenn die Deutsche Bank sich an uns beteiligt", sagte der Vorstandschef der isländischen Bank Arion, Finnur Sveinbjörnsson, dem "Handelsblatt" (Montag-Ausgabe) laut Vorausmeldung. Arion ist der Nachfolger der im Zuge der Finanzkrise 2008 verstaatlichten Kaupthing Bank. Der isländische Wirtschaftsminister Gylfi Magnusson erklärte dazu: "Es wäre auf mittlere Sicht sinnvoll, wenn sich ausländische Institute an isländischen Banken beteiligen würden."

Dem Bericht zufolge wollte kein deutsches Geldhaus zu dem Wunsch der Isländer Stellung nehmen. Experten bezweifelten allerdings, dass eine Beteiligung für deutsche Banken attraktiv wäre, hieß es weiter. Aus Kreisen der Commerzbank sei zu hören, man verhandle viele Möglichkeiten mit den Isländern.

Island mit seinen rund 300.000 Einwohnern wurde wie kaum ein anderes Land von der Finanzkrise getroffen. Nur durch die Verstaatlichung seiner Banken und mit Hilfe ausländischer Darlehen in Milliardenhöhe konnte eine Staatspleite verhindert werden. Deutsche Banken gehören zu den Hauptgeschädigten, da sie die größten Kreditgeber Islands waren. Am Samstag hatten die Isländer in einer Volksabstimmung gegen ein Gesetz über die milliardenschwere Rückzahlung britischer und niederländischer Sparguthaben bei der zusammengebrochenen Icesave-Bank gestimmt. (APA)


 
 

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