Ein 56-jähriger Mann aus Dornbirn ist am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch unter anderem wegen Anlagebetrugs zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Er soll Gelder in der Höhe von 340.000 Euro verspekuliert und damit rund 30 Personen - grösstenteils aus seinem Bekanntenkreis - geschädigt haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Obwohl sich der Angeklagte auf dem Finanzsektor auskannte, fiel er selbst auf einen deutschen Erfinder herein, der ihm von einem neuartigen Bausystem vorschwärmte. Bis zu 60 Prozent Kostenersparnis beim Rohbau sollte damit möglich sein. Der Dornbirner unterstützte den Deutschen mit insgesamt sechs Darlehen, von denen er aber keinen Cent wiedersah, geschweige denn Zinsen. Das Geld der Anleger war weg.
Zum anderen verschwanden die Finanzmittel der Anleger bei Aktiengeschäften. Zwar machte der Dornbirner den Investoren vor, es handle sich um völlig sichere Anlageformen. In Wirklichkeit waren es jedoch hochspekulative Aktienkäufe. So agierte der Mann über Jahre hinweg nach dem "Loch auf-Loch zu-System". Ein Bankangestellter zweigte sogar illegal Gelder ab, um an einem scheinbar lukrativen Geschäft teilhaben zu können.
Das Gericht verurteilte den 56-Jährigen schliesslich wegen Anlagebetrugs und einer ganzen Reihe weiterer damit im Zusammenhang stehender Delikte zu dreieinhalb Jahren Haft. Ein Jahr hat der Mann bereits in U-Haft abgesessen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
(APA)


