Vergangenes Jahr sind die Anleihe-Emissionen der Wohnbaubank der Sparkassen trotz der allgemeinen Verunsicherung der Anleger gestiegen, haben aber nicht das Niveau von 2007 erreicht, dem Jahr vor Beginn der Finanzkrise. Das Volumen an Neuemissionen stieg von 123 auf 273 Mio. Euro, berichtete Vorstandsdirektor Ernst Karner (im Bild), doch habe die Emissionstätigkeit im Jahresverlauf an Fahrt gewonnen. 2007 waren noch 350 Mio. Euro emittiert worden. Ende 2009 befanden sich knapp 2 Mrd. Euro an Wohnbaubauanleihen der s Wohnbaubank im Umlauf, ein Rückgang von 7 Prozent.
Besonders gut aufgenommen wurde trotz der mit 13 Jahren recht langen Laufzeit die Monats-Bonus-Anleihe, bei der monatlich Zinsen gezahlt werden. Sie ist mit 3,7 Prozent p.a. fix verzinst, vergleichbar 4,9 Prozent Rendite brutto einer KESt-pflichtigen Veranlagung. Bei Wohnbauanleihen sind die ersten 4 Prozent KESt-frei.
Daneben gibt es noch eine 10-jährige fundierte und mündelsichere Wohnbauanleihe mit der Stadt Wien, die zunächst mit 2,50 Prozent p.a. verzinst ist und sich ab 2015 am Euribor orientiert. Für die dritte s Anleihe, eine Euribor-gebundene, gebe es derzeit keine Nachfrage, und es seien hier im Vorjahr auch viele zurückgekommen.
Die Zurückhaltung der Anleger im 1. Halbjahr 2009 erklärt Karner, der auch im Vorstand der s Bausparkasse sitzt, einerseits mit einer Skepsis gegenüber langlaufenden Veranlagungen über 10 Jahren und auch mit der neuen Prospektpflicht auch für Wohnbauanleihen. Aus diesem Grund habe die s Bausparkasse im Vorjahr gar keine eigenen Emissionen vorgenommen, nach noch 323 Mio. Euro in 2008 und 200 Mio. Euro in 2007.
Unter dem Strich ist somit das addierte Emissionsvolumen über die Jahre gesunken: 2007 waren es zusammen 550 Mio. Euro, 2008 dann 446 Mio. Euro und 2009 nur noch die 273 Mio. Euro der Wohnbaubank.
Die s Wohnbaubank steigerte ihr EGT im Vorjahr um fast dreissig Prozent auf 8,4 Mio. Euro, das bisher beste Ergebnis. Die Cost/Income-Ratio (CIR) bezifferte Karner mit niedrigen 12 Prozent.
(APA)









