Der Sturm "Xynthia", der am 26.-28. Februar über Europa hinwegzog, gehört in seinen Auswirkungen zu den stärksten Sturmereignissen der letzten 20 Jahre. Der Sturm bleibt aber insgesamt hinter den Stürmen "Lothar" (1999) und "Kyrill" (2007) zurück. „Es sind die Stürme, die die grössten Schäden anrichten“, klärt die Allianz nun auf. Schlimmer für Kunden und Versicherer: es steigt nicht nur die Heftigkeit oder Frequenz der Stürme, sondern auch das Schadenpotenzial. "In den letzten dreissig Jahren haben sich die Versicherungsleistungen für Opfer von Wetterkatastrophen verfünfzehnfacht", so Markus Stowasser, Meteorologe im Bereich Research und Development bei der Allianz SE Rückversicherung. Durch sozioökonomische Trends wie der zunehmenden Verstädterung oder dem Bauen in Flutgebieten oder in Küstennähe steigen auch die Kosten wetter- und klimabedingter Naturkatastrophen und gleichzeitig das Schadenpotenzial. "Nach unseren Schätzungen werden die versicherten Schäden zwischen 2010 und 2019 auf durchschnittlich 41 Milliarden Dollar pro Jahr weiter zunehmen."
Der Wintersturm "Xynthia" kostet die Allianz bis zu 300 Mio. Euro. Europas grösster Versicherer werde voraussichtlich 100 bis 300 Mio. Euro schultern müssen, teilte die Rückversicherungssparte am Donnerstag in München mit. (red)








