CEE

Austro-Banken noch mit 120 Mrd. Fremdwährungskrediten in Osteuropa   Facebook be



03.03.2010
 
Notenbank für Verbot von Konsumkrediten in fremder Währung in CEE

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) gibt keine Entwarnung für die Banken. In Osteuropa sei der Höhepunkt der Wertberichtigungen auf faule Kredite noch nicht erreicht. Nun gibt es einen Vorstoß gegen das lange Jahre ausufernde Fremdwährungskreditproblem: OeNB-Direktor Andreas Ittner hat sich am Mittwoch für ein Verbot von neuen Konsumkrediten in fremder Währung an Private in Ost/Südosteuropa ausgesprochen.

Dazu sei man mit den Banken schon einig. Es sollten auch keine neuen Kredite mehr in Franken oder Yen vergeben werden. Über Hypothekarkredite in Euro werde man in den Ländern mangels nationaler Alternativen reden müssen. Die in Österreich als besonders riskant eingestuften endfälligen Kredite in Kombination mit kapitalmarktabhängigen Tilgungsträgern gibt es im Osten nicht. Sie dürfen dort auch nicht mehr eingeführt werden.

Die Notenbank in Wien ist dafür, in Koordination mit den lokalen Behörden in den Ländern der Region die Fremdwährungskredite abzubauen. Dazu sollten die bevorstehenden österreichischen Beschränkungen adaptiert und, zum Teil sogar schärfer, auf die anderen Länder der Region umgelegt werden. Am meisten Fremdwährungskredite im Umlauf sind derzeit in Kroatien, Ungarn, Rumänien und Serbien.

Rund 120 Mrd. Euro haben die österreichischen Banken in Ost- und Südosteuropa in fremder Währung verliehen. Das sind immerhin knapp 50 Prozent des gesamten Kreditobligos, das die Osttöchter von österreichischen Banken in der Region aushaftend haben. Das Fremdwährungskreditvolumen in der Region Ost- und Südosteuropa sei zuletzt bereits rückläufig gewesen, berichtet die OeNB.

(APA)


 
 

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