Der Februar ist vorbei - aus diesem Grund begibt sich die Zertifikate-Redaktion des Börse Express auf die Suche nach dem „Zertifikat des Monats Februar 2010“.
Zuerst wurde jedoch nominiert, was in den letzten Tagen geschah. Jetzt werden die Kandidaten vorgestellt.
Neben dem Titelverteidiger Royal Bank of Scotland gehen noch sieben weitere Emittenten ins Rennen. Dabei handelt es sich um das X-Markets Team Deutsche Bank, Vontobel, RCB, UniCredit, Sal. Oppenheim, die DZ Bank und eine Fremdnominierung von Andreas Dolezal.
Hier geht es zum Online-Voting für Leser: http://www.boerse-express.com/
1. Royal Bank of Scotland - Inflationsanleihe
Der Titelverteidiger nominiert die Inflations- Anleihe 03/10-03/16. Die ISIN lautet DE000AA16YN4. „Unsere Inflationsanleihe erlaubt den Anlegern, an einer steigenden Inflation zu partizipieren. Sie besitzt einen attraktiven Mindestkupon von 3 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von sechs Jahren“, erklärt Pedram Payami von RBS.
Anleger investieren bei der Inflationsanleihe in eine Anleihe mit variablem Kupon, wobei die Kupontermine im März des jeweiligen Jahres liegen. Die Höhe des entsprechenden Kupons bezieht sich auf die Inflationsrate, gemessen am HICP-Index (ohne Tabak) aus dem Dezember des Vorjahres und dem Dezember des Jahres davor, beträgt aber mindestens 3% pro Jahr.
Das Zertifikat ist noch bis zum 12 .März 2010 in Zeichnung. Der Kapitalschutz in Höhe von 100% des Nominalwerts greift dabei am Laufzeitende. Während der Laufzeit kann der Wert schwanken.
2. X-Markets Team Deutsche Bank - Gold Optionsscheine in Euro
Das X-Markets Team Deutsche Bank schickt „Gold in Euro“-Optionsscheine ins Rennen.
Herkömmlicherweise beziehen sich Gold- Optionsscheine auf die US-Währung. „Doch genau dieser US-Dollar-Bezug war für Anleger lange Zeit nachteilig. Zwar ist der Goldpreis auf ein Allzeithoch in USDollar angestiegen, doch Euro-Investoren haben durch den erstarkten Euro nicht in gleichem Masse am Anstieg partizipiert, da sie gleichzeitige Währungsverluste in Kauf nehmen mussten“, erklärt Zertifikate- ExperteChristian-Hendrik Knappe.
„Die neuen Gold-Optionsscheine des X-Markets Team Deutsche Bank bieten die Möglichkeit, in die beiden Themen Gold und Euro/US-Dollar Währungsverhältnis zu investieren. So profitieren die Call-Optionsscheine sowohl von einem möglichen haussierenden Goldpreis als auch von einem fallenden Euro. Die Puts verhalten sich genau umgekehrt.“
3. Vontobel Swiss Value Basket
Vontobel nominiert den Swiss Value 2010 Basket. ISIN: DE000VT0EN26.
„Value-Anleger investieren in eine Aktie, wenn sie davon ausgehen, dass sie zum aktuellen Zeitpunkt unterbewertet ist und der sogenannte „innere Wert“ höher ist als der gegenwärtige Kurs. Diese Vorgehensweise bietet erhebliche Gewinnchancen, sobald der Markt den wahren wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens erkennt und die Aktie mit einem steigenden Kurs belohnt“, führt Heiko Geiger in das Produkt ein.
Im Februar 2009 wurde erstmals ein Zertifikat auf einen Swiss Value Basket lanciert. Die Aktienauswahl lehnte sich dabei stark an den vom Vontobel Equity Research entwickelten Value-Ansatz an.
Das Zertifikat auf den Swiss Value 2010 Basket wurde in Zusammenarbeit mit dem Vontobel Equity Research entwickelt.
Als Favoriten wurden beispielsweise Zurich FS, Swiss Life, UBS, Lonza, Petroplus, Bâloise, Pargesa oder Forbo idenfiziert.
4. Raiffeisen Centrobank - Österreich Bond
Die Raiffeisen Centrobank nominiert den neuen Österreich Bond. Die ISIN lautet AT0000A0GZM9 (bis 26.3. in Zeichnung).
„Mit dem Österreich Bond erzielen Anleger zum Laufzeitende im April 2015 eine Gesamtrendite von 50 Prozent, wenn jeder einzelne der vier österreichischen „Blue Chips“ während der gesamten Laufzeit auf oder oberhalb der Barriere von 55 Prozent notiert“, erklärt Philipp Arnold den Mechanismus des vorgestellten Produkts.
Das Investment ist darüber hinaus zu 100 Prozent kapitalgarantiert. „Das Zertifikat eignet sich daher bestens für sicherheitsorientierte Anleger, die mittelfristig von zumindest stabilen Aktienkursen der namhaften österreichischen Unternehmen ausgehen.“
Bei den namhaften österreichischen Unternehmen handelt es sich übrigens um die Erste Group, OMV, Raiffeisen International und voestalpine. Zwei davon sind auf Jahressicht im Plus, zwei im Minus.
5. UniCredit: Rohstoff Garant
UniCredit nominiert die Rohstoff Garant Anleihe auf den Cross Commodity Long/ Short Index (ISIN: DE000HV5BD88).
„Mit diesem innovativen Produkt können Anleger bei gleichzeitigem 100-prozentigem Kapitalschutz zum Laufzeitende von einer marktneutralen Strategie profitieren. Ein flexibles Sicherungs-System optimiert das Chance-Risiko-Verhältnis, indem die Investitionen regelmässig angepasst werden“, erklärt Frank Weingarts.
Mit Hilfe eines flexiblen Sicherungs- Systems hätte die durchschnittliche Rendite in der historischen Simulation bei 9,22% p. a. (Zeitraum 30.1.1992 bis 29.1.2010) gelegen. „In unsicheren Börsenzeiten sorgt das flexible Sicherungs-System dafür, dass die Investition in den Cross Commodity Long/Short Index während der Laufzeit reduziert und stattdessen unverzinst geparkt wird. Gehen die Kursschwankungen wieder zurück, wird erneut in den Index investiert“, so Weingarts. Sollte sich der Index zum Laufzeitende positiv entwickelt haben, erhalten Anleger die volle, durch das Sicherungs-System erzielte Performance.
6. Sal. Oppenheim: Aktienanleihe auf Deutsche Bank
Sal. Oppenheim nominiert eine Classic Aktienanleihe auf die Deutsche Bank (ISIN: DE000SL1GXV).
„Die Aktienanleihe bietet eine attraktive Verzinsung von 23,75% p.a. bei einer kurzen Laufzeit von lediglich drei Monaten. Zum Zeitpunkt der Emission entsprach dies einer maximalen Rendite von 7,53% über die gesamte Laufzeit“, erklärt Christopher Maass (Equity Trading & Derivatives).
Sollte die Deutsche Bank-Aktie am Bewertungstag (18. Juni 2010) auf oder über dem Basispreis von 44,50 Euro schliessen, erhalten Anleger den Nennbetrag von 1000 Euro. Schliesst die Aktie jedoch unter dem Basispreis, liefert die Emittentin pro Nennbetrag 22,47191 Aktien, wobei Bruchteile der Aktien nicht zusammengelegt werden können, sondern mit dem Schlusskurs des Basiswerts multipliziert und zusätzlich als Barbetrag ausgezahlt werden.
„Der Kupon wird am Ende der Laufzeit unabhängig von der Tilgung ausgezahlt. Die Aktienanleihe kann sowohl börslich als auch ausserbörslich zu dem dann aktuellen Kurs über die Hausbank des Anlegers gehandelt werden“, klärt Maass auf.
7. DZ Bank: Zins Control V
Die DZ Bank nominiert das Produkt Zinsfix Control V (ISIN: DE000AK0E389). Emissionstag ist der 12. März 2010.
„Das Zertifikat ist unabhängig von der Wertentwicklung des Basiswertes mit Fixzahlungen von mindestens 5 Euro pro Zertifikat an jedem Zahlungstermin ausgestattet. Die Rückzahlung am Ende der Laufzeit von 3 Jahren und 3 Monaten erfolgt in Abhängigkeit von der Wertentwicklung des Basiswertes“, erläutert Daniela Hofmann.
Es gibt also ähnlich wie bei Aktienanleihen eine fixe und eine variable Rendite- Komponente. Am Ende der Laufzeit sind zwei Szenarien denkbar:
Szenario 1: Referenzwert notiert auf oder über dem Schwellenwert. In diesem Fall erfolgt die Rückzahlung zu 100 Euro.
Szenario 2: Referenzwert notiert unter dem Schwellenwert: Die Rückzahlung erfolgt gemäss der prozentualen Wertentwicklung des Basiswertes am Bewertungstag bezogen auf den Startwert.
Die Formel für die Berechnung der Rückzahlung lautet: (Referenzwert/Startwert) x 100 Euro
8. LBBW: Agrar-Safe Anleihe
Andreas Dolezal liefert - wie schon im Vormonat - eine Fremdnominierung. Die ISIN der Agrar Safe-Anleihe lautet: DE000LB0AFL9 (Nennbetrag: 1000 Euro). Dolezal: „Rohstoffe als „alternative“ Anlageklasse sind in vielen Portfolios nach wie vor unterrepräsentiert und der eingebaute Kapitalschutz kommt dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger entgegen.“
Die LBBW Agrar Safe-Anleihe bietet dem Anleger vollständigen Kapitalschutz bei Endfälligkeit sowie 100 Prozent Partizipation am Anstieg des Basiswertes, dem S&P GSCI Agriculture Index ER bis zum Cap. Dieser beträgt 153 Prozent.
„Schliesst der Index auf oder über dem Cap, wird die Anleihe in Höhe des Caps in Prozent zurückgezahlt, liegt der Schlusskurs des Index am Bewertungstag unter dem Cap, jedoch über dem Startwert, erfolgt die Rückzahlung des Nennbetrages zuzüglich der prozentualen Wertentwicklung im Vergleich zum Startwert. Schliesst der Index am Bewertungstag auf oder unter dem Startwert, erfolgt die Rückzahlung zum Nennbetrag“, berichtet Dolezal.






