Mit einem neuen Informationsblatt für Anlageprodukte will der deutsche Bankenverband das Kundenvertrauen wieder zurückgewinnen. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Hans-Joachim Massenberg, sagte bei der Vorstellung des Blattes am Freitag in Berlin, es liefere "einfache und verständliche Informationen über Anlageprodukte". Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner begrüßte die Entwicklung, mahnte aber einen standardisierten "Beipackzettel" für alle Institute an.
Laut Verband werden mit dem Blatt nicht nur Überlegungen des Ministeriums, sondern auch Vorgaben der EU-Kommission berücksichtigt. Auf dem tabellenartig aufgebauten Zettel sind neben den Basisdaten des Anlageprodukts (wie "Aktie der X AG", Emissionspreis, Währung) Risiken, Besteuerungsbedingungen und Laufzeitszenarien vermerkt.
Massenberg erklärte, das Muster könne sukzessive für alle Finanzprodukte verwendet werden, die Banken ihren Kunden aktiv zum Kauf anbieten. Dies gelte vor allem für Fonds und Zertifikate.
Aigner nannte den Entwurf ein "erfreuliches Signal für eine bessere Aufklärung" der Banken. "Damit kommen wir unserem Ziel ein großes Stück näher, flächendeckend über standardisierte Produktinformationen die Transparenz und Vergleichbarkeit der oft schwer verständlichen Anlageprodukte zu verbessern." Sie hoffe, dass auch die Sparkassen der Forderung nachkämen, einen solchen Beipackzettel zur Pflicht zu machen. (APA)








