Am 25. März 2010 ist es soweit, der Termin wurde gestern fixiert. Wie bereits bei den Energiekontrakten (Öl, Gas) werden nun die Edelmetallkontrakte (Silber und Gold) einer Überprüfung unterzogen. Seitens Privatanlegern und einigen Edelmetallanalysten gibt es schwerwiegende Anschuldigungen, dass der Gold- und Silberpreis seit Jahren durch Leerverkäufe einiger großer US-Banken nach unten manipuliert würden, und dass das Volumen bereits derartig groß sei, dass eine Erfüllung durch Lieferung gerade im engen Silbermarkt kaum mehr möglich wäre. Silberspezialist Theodore Butler, Herausgeber eines Silber-Newsletters, spricht seit Jahren von derartigen Manipulationen und hat bereits mehrfach bei der Futures-Börsenaufsicht CFTC interveniert. Nicht minder schwerwiegend sind die Anschuldigungen durch das Gold Antitrust Action Committee GATA, das von einem Kartell der Großbanken spricht, die sich von den Zentralbanken Gold ausleihen, um es preisdrückend zu verkaufen. Es wird zudem angezweifelt, dass die offiziellen Goldbestände der USA von über 8000 Tonnen noch existieren. Bisherige Untersuchungen der Commodities and Futures Trading Commission CFTC an der Futures- und Rohstoff-Börse Comex sind stets ohne Resultate im Sande verlaufen. Die Amtsübernahme durch Chairman Gensler hat nun wieder Hoffnungen auf ernsthafte Untersuchungen geweckt. Ob allerdings die Anschuldigungen bezüglich der Manipulationen am Gold- und Silbermarkt stimmen, ist schwer zu beurteilen. Unmöglich erscheint aber nach den Vorgängen auf den Finanzmärkten während der letzten zwei Jahre nichts mehr.
(cr)









