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Infrastruktur

'Immobiliensektor ist ein Nutzniesser'   Facebook be



25.02.2010
 

Weltweit haben viele Länder milliardenschwere Konjunkturprogramme zur Bewältigung der Finanzkrise aufgelegt. Infrastrukturmassnahmen stehen dabei häufig im Fokus. Amit Lodha, Fondsmanager des Fidelity Global Asset Securities Fund, sucht nach Investmentchancen entlang der kompletten Wertschöpfungskette: von der Rohstoffgewinnung bis hin zu Bauunternehmen. Im seinem Marktkommentar erläutert Lodha, wo er 2010 die besten Chancen sieht.

„Die Konjunkturprogramme werden sich auch in diesem Jahr stark bemerkbar machen. Bislang haben in den USA nur rund 20 Prozent der von Präsident Obama im Januar 2009 angekündigten Ausgaben zur Stimulierung der Wirtschaft diese auch tatsächlich erreicht. Ein Grossteil der Infrastruktur stammt noch aus den fünfziger Jahren, was viel Potenzial für Baumassnahmen lässt. Zudem konnten für jede ausgegebene Milliarde im Schnitt 40.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit Blick auf die amerikanischen Senatswahlen im November werden diese Anstrengungen sicher nicht nachlassen.

Auch die Schwellenländer haben im Bereich Infrastruktur gegenüber den Industrienationen aufzuholen. Industrialisierung und Urbanisierung schreiten unaufhaltsam voran. China gibt zum Beispiel knapp 40 Prozent seines Bruttoinlandproduktes für Baumassnahmen aus.“

Über Rohstoffe
„Investitionen in die Infrastruktur lassen auch die Rohstoffpreise steigen. Die Preise für Basismetalle haben sich inzwischen deutlich stärker als im Durchschnitt der letzten 40 Jahre erholt. Ihr Wert liegt nicht mehr auf dem attraktiven Tiefstand vom Anfang 2009.
Trotz der gestiegenen Preise kann derjenige noch profitieren, der entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach Unternehmen sucht. Rohstoffverarbeitern mit Preismacht können gestiegene Beschaffungskosten nichts anhaben, denn sie können Preise eher an ihre Kunden weitergeben.
Der Ölpreis wird sich langfristig zwischen 60 und 80 US-Dollar einpendeln. Liegt der Preis unter 40 oder über 100 US-Dollar ist der Anreiz für die OPEC gross, die Fördermenge zu regulieren.
Langfristig bleibt das Ölangebot aus den nicht zur OPEC gehörenden Ländern begrenzt. Weltweit muss daher weiter in neue Energieträger und vor allem in saubere Technologien wie Solarenergie investiert werden.“

Über den Immobiliensektor
„Der Immobiliensektor in den Schwellenländern ist seit jeher einer der Nutzniesser steigender Einkommen und besser verfügbarer Kredite. Investitionen in diesen Sektor sind aus Sicht eines Aktienanlegers jedoch heikel, da ein Auf- und Abschwungzyklus den nächsten jagt. Daher investiere ich lieber in Sektoren, die indirekt vom Wachstum im Immobiliensektor profitieren. Dazu zählen Zement-, Stahl- und Baugesellschaften.“


 
 

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