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Studie

Internationale Banken schafften 2009 Comeback   Facebook be



25.02.2010
 
BCG-Studie: Börsenwert der Banken wuchs um die Hälfte - Erholung vor allem in den BRIC-Staaten - Drei der fünf weltgrößten Banken aus China - Erste unter Top-100

Weltweit konnten die Banken im Jahr 2009 wieder an Boden gewinnen. Der Marktwert des Bankensektors habe sich von 3,1 Bio. Dollar im ersten Quartal auf 6,4 Bio. Dollar (4,72 Bio. Euro) im vierten Quartal mehr als verdoppelt, so das Ergebnis einer Studie der Boston Consulting Group (BCG. Die durchschnittliche Aktienrendite - Kursgewinne und Dividenden - stieg um rund 100 Prozentpunkte auf 47,1 Prozent - und erreichte damit den höchsten Wert seit 2003. Die analysierte Stichprobe von Banken umfasst rund 75 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung. Die Erste Group Bank ist als einziges österreichisches Institut auf Rang 93 unter den Top 100 der weltgrößten Banken.

Die Marktkapitalisierung der 30 weltgrößten Banken stieg um 70 Prozent auf 2,8 Billionen US-Dollar. Drei der fünf führenden Banken kommen aus China, darunter mit der ICBC die weltgrößte Bank mit einem Börsenwert von 269 Mrd. US-Dollar. Vier der Top-Ten-Banken - JPMorgan Chase, Wells Fargo, Bank of America und Citigroup - kommen aus den USA. Zum ersten Mal sind alle vier australischen Großbanken - Commonwealth Bank of Australia, Westpac Banking, Australia and New Zealand Banking Group und National Australia Bank - in der Rangliste der 30 weltgrößten Banken zu finden.

Die Erholung des Bankensektors spiegelt laut BCG nach der Krise eine zweigeteilte Welt wider: Während die Industrienationen mit gedämpften Wachstumsraten kämpfen, kehren die aufstrebenden Märkte zu ihrem alten Wachstumstrend zurück. Am deutlichsten zeigte sich die Erholung in Zentral- und Osteuropa sowie Lateinamerika. In den BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien und China - kletterte die durchschnittlich erzielte Aktienrendite 2009 von -53 Prozent im Vorjahr auf 85 Prozent.

In zahlreichen OECD-Ländern hingegen zeigt sich, dass der Aufschwung fragil ist. In Australien, Kanada, Frankreich und Spanien lag die durchschnittliche Aktienrendite im Bankensektor zwischen 51 und 74 Prozent - und damit deutlich über dem industrieübergreifenden Schnitt von 39 Prozent.

Eine Erholung der osteuropäischen Märkte schlägt sich auch in der Aktienperformance heimischer Institute nieder: Die börsennotierten Banken in Österreich steigerten ihre durchschnittliche Aktienrendite um rund 150 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent (von minus 64,5 Prozent in 2008). Die Erste Group Bank ist als einziges österreichisches Institut unter den Top 100 der weltgrößten Banken (Platz 93). Raiffeisen International (RI) rangiert auf Platz 137.

An möglichen Auswirkungen der geplanten neuen Eigenkapitalvorschriften rechnen die BCG-Experten für untersuchte 32 Großbanken in 12 Ländern damit, dass die Tier-1-Quote um bis zu 50 Prozent absinken wird. Dies liege in der künftigen Nichtanerkennung bestimmter Positionen - vor allem Hybridinstrumente - als Tier-1-Kapital und einer Erhöhung der risikogewichteten Aktiva aufgrund strengerer Vorgaben zur Risikoberechnung begründet.

Um ihre Tier-1-Quote auf ein angemessenes Niveau von sechs bis acht Prozent zu bringen, wäre für die Banken eine Kapitalerhöhung von 15 bis 40 Prozent bzw. 280 bis 650 Mrd. US-Dollar oder eine entsprechende Reduktion ihres Neugeschäfts notwendig. Während Ersteres zu einer Verwässerung bestehender Aktienstrukturen führen würde, hätte Letzteres eine Reduktion der Profitabilität zur Folge. Die BCG-Studie schätzt für diese 32 Banken einen Wertverlust der Aktien von 12 bis 25 Prozent.

(APA)


 
 

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