Martin Linsbichler hatte ein gutes Näschen. Der Österreich-Chef von Franklin Templeton schickte den Templeton Global Total Return Fund (LU0294221097) ins Rennen um den „Fonds des Monats“ Februar.
Linsbichlers Nominierungsbegründung: „Seit Beginn des Jahres geben die weltweiten Aktienindizes nach. Auch die vermeintlich sichere ‘Rentenanlage’ strauchelt. Argentinien, Dubai und Griechenland verunsichern den Investoren. Unser lokal agierendes Rentenmanagement isoliert aus der Vielzahl von Anlagemöglichkeiten wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Wandelanleihen, Währungen und Bonitäten die lukrativsten Alpha-Quellen der weltweiten Rentenanlage. Mit einer Rendite von im Schnitt jährlich 12,21Prozent seit September 2003 auf Dollarbasis konnte der Fonds überzeugen.“ Zumindest die Jury konnte für diesen Monat überzeugt werden.
Für das Management des Fonds ist Michael Hasenstab verantwortlich, seit Juli 1995 bei Franklin Templeton, nur kurz unterbrochen durch eine Auszeit, in der er den Doktortitel erwarb. Er verfügt über einen Abschluss als Doktor der Philosophie (Volkswirtschaft) der Asia Pacific School of Economics and Management der Australian National University, einen Master-Abschluss in Entwicklungsökonomie der Australian National University, sowie einen Abschluss als Bachelor of Arts in Internationalen Beziehungen / Politischer Ökonomie des Carleton College in den USA.
Anleger interessiert aber mehr, worauf Hasenstab gerade setzt: Südkorea! Der Staat weist im Portfolio einen Anteil von 13,4 Prozent auf, erst danach kommen die USA vor Australien. Hasenstab setzt vor allem auf kurzlaufende südkoreanische Staatsanleihen. Grund: „Meiner Erwartung nach wird Asien das globale Wachstum anführen. China wird allem Anschein nach auf der internationalen Bühne weiter an Bedeutung gewinnen. Sein Aufstieg hat das Exportwachstum in ganz Asien angekurbelt. So meldete etwa Südkorea im Dezember eine Zunahme des Exports gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent, die einen sprunghaften Anstieg der Exporte nach China um 94 Prozent beinhaltet.“ Heisst: „Unterschiede beim Erholungstempo eröffnen weiter Gelegenheiten, von Zins- und Wechselkursbewegungen zu profitieren“, womit Hasenstab nicht unbedingt ein Euro-Liebhaber ist. „Weil in Europa bestenfalls mit einer zähen Konjunkturerholung gerechnet werden kann“, sagt der Templeton-Fondsmanager.
Weniger zäh erwartet Hasenstab die Entwicklung in den USA: „Dank erheblicher Kostensenkungen seitens der Unternehmen, verstärkter Nutzung anderer Finanzierungsmöglichkeiten als Bankkredite und einer Rekapitalisierung des Finanzsystems sowie anderer Faktoren, dürften die USA Europa beim Wirtschaftswachstum in den Schatten stellen, wo Belastungen des Zusammenhalts innerhalb der Eurozone und Sparpolitik an der Tagesordnung sind.“
Alle Nominierten finden Sie unter
www.boerse-express.com/fondsdesmonats
(gill)









