Egger hat seine Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 120 Millionen platziert. Das wurde heute bekannt gegeben. Die Anleiheexperten der RZB haben sich das Papier angesehen: Der Umsatz konnte in den Jahren 2003 bis 2008 stetig gesteigert werden. Von der globalen Konjunkturkrise blieb aber auch Egger nicht verschont. 2008/09 (verschobenes Geschäftsjahr) brach die EBITDA-Marge um etwa 4 Prozentpunkte auf rund 12,2% deutlich ein. Aufgrund der EBITDA-Steigerung (+27 %) im ersten Halbjahr 2009/10 und der Schuldenreduktion um 79 Mio. auf 488 Mio. Euro konnte das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA per 31. Oktober 2009 auf das 3,8-fache drastisch gesenkt werden. Die Eigenkapitalquote beträgt 38% (+4 Prozentpunkte). Diese Emission ist bereits die vierte von Egger. Die letztes Jahr getilgte Anleihe wird somit auch teilweise durch die Neuemission nachträglich refinanziert, was auch eine Verlängerung der Fälligkeitsstruktur impliziert. In den Jahren 2005 - 2008 betrug der Free Cashflow jeweils über 140 Mio. Euro, der hauptsächlich für das fünfjährige Investitionsprogramm verwendet wurde. Das Programm wurde im Geschäftsjahr 2008/09 beendet, die Investitionen betrugen 1 Mrd. Euro. Die Eigentümerstruktur (im Eigentum der Familie Egger) ermöglicht rasches Reagieren auf veränderte Marktbedingungen. Bei einer nachhaltigen Erholung der Märkte ist eine Fortsetzung des Expan- sionskurses angedacht. Der Asset Swap Spread der Anleihe konnte sich in den ersten Tagen trotz schwachem Marktumfeld etwas einengen. Wir erachten die 5,75 % Egger 2017 Anleihe aufgrund der fundamentalen Kennzahlen als fair gepreist.
Emittent Egger Holzwerkstoffe GmbH
Volumen: 120 Mio. Euro
Kupon 5,75 %
Tilgung 12. Februar 2017
ISIN AT0000A0G215
Emissionsspread Mid-Swap +290 BP









