Zertifikatmarkt

Open Interest geht im Jänner weiter zurück   Facebook be



17.02.2010
 
ZFA berichtet über Rückgang bei Anlage- und Anstieg bei Hebelprodukten

Nach einem deutlichen Anstieg von 5,8% des investierten Volumens (Open Interest) im vergangenen Jahr beginnt das Jahr 2010 mit einem leichten Rückgang. Die Marktstatistik des Zertifikate Forum Austria, die monatlich erstellt wird, verzeichnet für Jänner einen Rückgang um 1,4% bzw. 81 Mio. Euro. „Dieser Rückgang ist unter anderem auf einige grössere Emissionen zurückzuführen, deren Volumen noch nicht wieder vollständig reinvestiert wurde“, kommentiert Heike Arbter (Vorstandsvorsitzende ZFA) den aktuellen Marktbericht.

Erstmals in den Zahlen nicht enthalten ist die Bank Sal. Oppenheim, die mit Jahresende 2009 aus dem Forum ausgeschieden ist. Die Vergleichsdaten zum Vormonat wurden daher um diesen Effekt bereinigt. Damit beläuft sich der Open Interest der fünf Mitglieder (Volksbank, Raiffeisen Centrobank, Erste Bank, Bank Austria und Royal Bank of Scotland) per 31.1.2010 auf 5,88 Mrd. Euro. Bei einem geschätzten Marktanteil von ca. 75% errechnet sich ein Gesamtvolumen bei Privatanlegern inklusive Zinsprodukten von 12,2 Mrd. Euro.

Anlageprodukte sind im Berichtsmonat hauptverantwortlich für den Volumenrückgang. Ihr Anteil am Gesamtvolumen beträgt 98,9%, sie sind somit weiterhin die dominierende Produktgruppe. Hebelprodukte kommen dementsprechend auf 1,1%.

Anlageprodukte schwächer

Mit einem Rückgang von 1,4% bzw. 85 Mio. Euro sind Anlageprodukte (dazu zählen Produkte mit längerfristigem Anlagehorizont wie Kapitalschutz-, Bonus- oder Index-Zertifikate) hauptsächlich für das sinkende Volumen verantwortlich. Der Grund dafür sind, wie bereits erwähnt, ausgelaufene Produkte, deren Open Interest noch nicht reinvestiert wurde. Positive Preiseffekte tragen nur unwesentlich dazu bei, dass der Verlust nicht stärker ausfällt. Preisbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 1,7% bzw. 98 Mio. Euro. Aktuell sind in diesem Segment 5,82 Mrd. Euro investiert.

Hebelprodukte legen zu

Hebelprodukte wie Optionsscheine oder Knock-Out Produkte sind im Jänner um 6,1% bzw. 4 Mio. Euro gestiegen. Aufgrund ihres geringen Anteils hat dies jedoch kaum Einfluss auf die Gesamtentwicklung.

Negative Preiseffekte verringern den Anstieg. Preisbereinigt ergibt sich sogar ein Wachstum von 7,8% bzw. 5 Mio. Euro.

Das investierte Volumen beträgt in diesem Segment aktuell 65,86 Mio. Euro.

Umsätze gestiegen

Nach einem Umsatzrückgang in den beiden Vormonaten zeigt sich zu Beginn des Jahres wieder eine starke Handelstätigkeit. Im Berichtsmonat ist eine Umsatzsteigerung von 12,4% bzw. 28 Mio. Euro zu beobachten. Das gesamte Umsatzvolumen im Jänner beträgt somit 254 Mio. Euro.

Sowohl bei Anlage- als auch bei Hebelprodukten ist eine Umsatzsteigerung zu verzeichnen: Die Umsätze von Anlageprodukten sind im Jänner um 5,9% bzw. 11 Mio. Euro gestiegen. Ihr Umsatzvolumen beträgt aktuell 201 Mio. Euro, ihr Anteil am Gesamtvolumen 79,1%.

Die Umsätze von Hebelprodukten sind im Jänner mit 46,3% bzw. 17 Mio. Euro überdurchschnittlich gestiegen. Ihr Umsatz beträgt somit 53 Mio. Euro. Dies führt zu einer leichten Verschiebung der Umsatzanteile, der Anteil von Hebelprodukten am Gesamtumsatz steigt auf 20,9%.


 
 

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