Notenbanken

Bernanke - Fed könnte vor Zinserhöhung Liquidität abschöpfen   Facebook be



11.02.2010
 
Derzeit noch lockere Zügel nötig

Die US-Notenbank Fed könnte nach Worten ihres Chefs Ben Bernanke ihre beispiellose Konjunktur-Stimulation zunächst durch ein Abschöpfen von Liquidität und anschließend mit Zinserhöhungen beenden.

Derzeit benötige die US-Wirtschaft noch die extrem lockere Geldpolitik, aber irgendwann werde die Federal Reserve die Zügel wieder straffen müssen, erklärte Bernanke in einem am Mittwoch veröffentlichten Redetext für eine Ausschuss-Anhörung, die jedoch wegen heftiger Schneefälle abgesagt wurde. Die Aktienmärkte gaben nach Veröffentlichung des Redetextes deutlich nach.

Auch wenn die US-Wirtschaft derzeit noch der Unterstützung der sehr expansiven Geldpolitik bedarf, muss die Notenbank laut Bernanke an einem bestimmten Punkt die Finanzierungsbedingungen straffen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Notenbank die notwendigen Instrumente zum geeigneten Zeitpunkt einsetzen könne. Die Notenbank habe beträchtliche Mühe in die Entwicklung der Instrumente gesteckt. Im Zuge der Krise hatte die US-Notenbank den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt und Anleihen in Milliardenhöhe gekauft, um das Finanzsystem und die Wirtschaft zu stützen.

An den Aktienmärkten fachte die Rede Bernankes Spekulationen auf steigende US-Zinsen an und sorgte deshalb für deutliche Kursverluste. Obwohl Bernanke betonte, dass eine Erhöhung des Schlüsselzins in naher Zukunft nicht zu befürchten sei, wolle er die Märkte offenbar bereits auf diesen Moment vorbereiten, hieß es.


 
 

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