Die chinesische Notenbank richtet ihr Augenmerk auf die Inflationsentwicklung. Analysten erwarten, dass der Preisauftrieb im Januar so stark ausgefallen ist wie seit 2008 nicht mehr.
“Wir müssen sie genau beobachten”, sagte Chinas Notenbankgouverneur Zhou Xiaochuan vor Reportern nach einem Treffen von Notenbankchefs in Sydney am Dienstag. “Gerade hat die Inflationsrate begonnen zu steigen, aber das Niveau ist noch immer recht tief”, so Zhou weiter.
Im Mittel sehen von Bloomberg befragte Analysten den Preisauftrieb im Januar auf Jahressicht bei 2,1 Prozent, den dritten Anstieg in Folge. Trends belegen, dass die Preise über verschiedene Sektoren der Wirtschaft hinweg rascher steigen.
So hat der größte Aluminiumkonzern des Landes, Aluminum Corp. of China Ltd., die Preise am 4. Januar zum dritten Mal in fünf Monaten angehoben. Der Brauereikonzern Beijing Yanjing Brewery Co. hat am 15. Januar die Preise für einige Biersorten um zehn Prozent erhöht und verwies auf steigende Kosten für Kraftstoff und Reis.
Mit Blick auf die Geldpolitik sagte Notenbankchef Zhou, die Bank halte die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau. Die Geschäftsbanken sollten über die Zinssätze “eigenständig entscheiden”, so Zhou weiter.
China, dessen Volkswirtschaft auf dem Weg ist, 2010 hinter den USA zur zweitgrößten weltweit aufzurücken, hat im vierten Quartal 2009 ein Wirtschaftswachstum von 10,7 Prozent verzeichnet. Das Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft, bezogen auf den Vergleichszeitraum ein Jahr davor, ist damit so hoch wie zuletzt 2007.
Die Aufwärtsbewegung angeschoben haben 2009 ein Kreditvergabeprogramm der Banken im noch nie dagewesenen Umfang von 9,59 Billionen Yuan (1,03 Billionen Euro) und ein über zwei Jahre laufendes Programm mit Steueranreizen im Ausmaß von vier Billionen Yuan.
( Bloomberg )









