Eine aufregende Woche neigt sich dem Ende zu. Das liegt nicht nur an der hohen Volatilität, die derzeit an den Märkten herrscht, sondern auch an der Wahl zum Zertifikat des Monats Jänner 2010. Es wurde nominiert, präsentiert, abgestimmt und ausgewertet.
Insgesamt sechs Emittenten haben die Möglichkeit genutzt ein Produkt zu nominieren, hinzu kam eine Fremdnominierung durch Andreas Dolezal.
Die Royal Bank of Scotland konnte sich in einer knappen Wahl schlussendlich durchsetzen. Die FLOATER ANLEIHE wurde zum Zertifikat des Monats Jänner 2010 gewählt.
Der Börse Express erreichte Pedram Payami (Leiter Vertrieb Strukturierte Produkte Österreich) per E-Mail und hat eine erste Stellungnahme erhalten: „Wir freuen uns sehr, dass unsere neue RBS Floater Anleihe zum Zertifikat des Monats gewählt wurde.“
Ganze Serie
Es handelt sich beim Siegerprodukt um eines einer ganzen Serie, wie Payami erklärt: „Unsere Floater Anleihen Serie, die wir bereits seit einem Jahr im regelmässigen Abstand emittieren, haben sich bereits am Markt als attraktives Investment etabliert und werden von unseren Kunden sehr stark nachgefragt.“
Das Zertifikat des Monats Jänner 2010 befindet sich noch bis 23. Februar 2010 in Zeichnung. Die ISIN lautet DE 000AA16G0 4. Der Ausgabeaufschlag beträgt 1,5%. Das Börsenlisting erfolgt in Frankfurt (Freiverkehr) und Stuttgart (EUWAX). Die Laufzeit endet am 26 August 2013 und beträgt somit drei Jahre und sechs Monate.
Einfaches Grundkonzept
Die Grundidee des Zertifikats ist relativ simpel - wahrscheinlich mit ein Grund, warum es bei den Anlegern so gut ankommt. Aufgrund des aktuellen niedrigen Zinsniveaus und des starken Sicherheitsbedürftnis der Anleger, welches sich vor allem im neuen Jahr wieder intensiviert haben dürfte, gibt es einen Mindestzins (der deutlich oberhalb des 3-Monats-Euribors liegt).
Payami erklärt: „Die Floater Anleihe 01/2010 zahlt dem Anleger während der Laufzeit einen vierteljährlichen Kupon. Der Kupon richtet sich nach dem Stand des 3- Monats Euribor-Satzes. Die Verzinsung liegt jedoch mindestens bei 2,20 Prozent p. a. und maximal bei 5,00 Prozent pro Jahr. Bei Fälligkeit erhält der Investor den eingesetzten Nominalbetrag vollständig zurück.“
Österreicher sind vorsichtig
Interessant ist vor allem die Möglichkeit, von während der Laufzeit steigenden Zinsen zu profitieren. Viele Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren durchaus mit höherer Inflation zu rechnen ist. In diesem Fall würden dementsprechend auch die Zinsen steigen.
Pedram Payami: „Aufgrund des konservativen Auszahlungsprofils mit Kapitalschutz und fixem Mindestkupon richtet sich dieses Produkt vor allem an defensive Anleger die vor allem in Österreich den Grossteil der Zertifikateinvestoren ausmachen. Gleichzeitig ist die Laufzeit mit 3,5 Jahren kürzer als bei klassischen Konkurrenzprodukten.“









