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Studie: Finanzbranche steckt immer noch in einer Vertrauenskrise (2)   Facebook be



05.02.2010
 
Auswirkungen wurden druch Umfrage ermittelt

Betrachtet wurde in der Studie auch das Kundenvertrauen in Bezug auf die verschiedenen Leistungen der Finanzdienstleister. Bei der kurzfristigen Geldanlage sind für über die Hälfte aller Befragten die Direktbanken/-versicherer (30%) oder Sparkassen (25%) erste Wahl. Erstaunlich ist hier, dass auch Bausparkassen - deren Kerngeschäft ja eher langfristig angelegt ist - auf erstaunliche 9% Präferenz kommen. Unabhängige Finanzdienstleister landen gemeinsam mit den Investmentbanken auf Platz 9 (1%).

Auch bei der längerfristigen Geldanlage kommen die unabhängigen Finanzdienstleister nicht über den letzten, 10. Platz hinaus (2%). Angeführt wird die Liste wieder von den Sparkassen (21%) und den Direktbanken/-versicherer (20%). Universal-/Grossbanken sind, wie bei der kurzfristigen Geldanlage, auch hier wieder nur im Mittelfeld zu finden (13%). Fondsgesellschaften auf dem 6. Platz schneiden mit 8% Präferenz auf diesem für sie wichtigen Feld eher schwach ab.

Dass Direktbanken/-versicherer (29%) und Sparkassen (27%) bei kurzfristigen Konsumkrediten dominieren, verwundert nicht. Unabhängige Finanzdienstleister und Fondsgesellschaften rangieren hier mit 0% Präferenz auf dem letzten Platz, noch knapp hinter Investmentbanken (1%) und Versicherungen (2%).

Bei der Planung der eigenen Altersvorsorge gibt es eine deutliche Präferenz für Versicherungen (28%) und Direktbanken/-versicherer (15%). „Die lange deutsche Tradition, dass Versicherungen der ‚natürliche Partner’ für die Planung der eigenen Altersvorsorge sind, lebt zumindest zum Teil fort.“, interpretiert BBDO Consulting. Fondsgesellschaften(8%) landen auf diesem für sie so wichtigen Zukunftsmarkt abgeschlagen auf dem 6. Platz. Auch unabhängige Finanzdienstleister (5%) schneiden erschreckend schwach ab und liegen auf Platz 8.

Für zwei Drittel aller Befragten sind Versicherungen (55%) erste Wahl zur Absicherung elementarer Risiken. Über die Hälfte präferiert klassische Versicherungen mit persönlichem Kontakt. Für 17% sind Direktversicherer nicht nur eine Alternative, sondern erste Wahl. Trotz der Tatsache, dass unabhängige Finanzdienstleister auf den 5. Platz vorrücken, schenken ihnen nur 4% der Befragten das Vertrauen.

Bei der persönlichen Finanzberatung können schliesslich unabhängige Finanzdienstleister die Spitzenposition einnehmen. Mit 20% Präferenz landen sie vor den Sparkassen und Versicherungen (jeweils 19%) auf Platz 1. Bemerkenswert ist, dass Universal-/ Grossbanken mit lediglich 9% erstaunlich schlecht abschneiden.

Fazit der Marketingexperten von BBDO Consulting: Universal-/Grossbanken scheinen ihre traditionelle Stärke des „Kundenbeziehungs-Führers“ deutlich eingebüsst zu haben. Man denkt offensichtlich für unterschiedliche Bedürfnisse der Finanzplanung nicht mehr automatisch an seine „Hausbank“. Unabhängige Finanzdienstleister und Fondsgesellschaften müssen insbesondere beim Mega-Thema Altersvorsorge noch erhebliche Aufholarbeit leisten.

In einer Sonderauswertung beleuchtet die Experten von BBDO Consulting die Zahlungsbereitschaft für gebührenpflichtige Finanzberatung. Zwar gibt es mittlerweile eine breite generelle Zahlungsbereitschaft, sie bewegt sich jedoch auf erschreckend niedrigen Preisniveaus. Die Beträge, die Kunden nach eigener Aussage tatsächlich zu zahlen bereit sind, bewegen sich grösstenteils deutlich unter 50,- Euro. Für Finanzdienstleister, die sich vom Provisions- zum Gebührenmodell entwickeln möchten, scheint dies noch ein langer Weg zu sein, solange die Zahlungsbereitschaft deutlich unter einer üblichen „Handwerkerstunde“ liegt. Dazu BBDO Consulting-Partner Adel Gelbert: „Es ist schon erstaunlich, dass Kunden einerseits einen erhöhten Bedarf nach objektiver und qualifizierter Finanzberatung äussern, andererseits aber weit weniger dafür zahlen möchten als für jede Handwerkerstunde“.

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03.02.2012
Kemal
Bagci

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