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Litauen beschafft zwei Milliarden Dollar am Bondmarkt   Facebook be



05.02.2010
 

Litauen beschafft sich am internationalen Bondmarkt Geld. Wie aus Bankenkreisen am Donnerstag verlautete, war die zehnjährige Dollaranleihe über zwei Milliarden die bisher größte Auslandsemission des Ostseeanrainerstaates.

Nach Bloomberg Daten wurden die Bonds mit einer Rendite von 7,625 Prozent bei Investoren platziert. Barclays Plc, HSBC Holdings Plc und Royal Bank of Scotland Group Plc begleiteten die Emission, hieß es weiter.

Die neuen Bonds werden von Fitch Ratings mit “BBB” bewertet, die zweitniedrigste Einstufung im Bereich von Bonds mit Anlagequalität. Moody’s Investors Service stuft die Anleihen mit “Baa1” ein, der drittniedrigsten Kategorie für Bonds mit Anlagequalität.

Im Zuge der Kursverluste an den Kredit- und Aktienmärkten, die durch den sprunghaften Anstieg der Risikoaversion bei Anlegern ausgelöst wurde, war auch die Rendite der 2018 fälligen litauischen Euro-Anleihe am Donnerstag nach Angaben von ING Groep NV auf 6,73 Prozent geklettert, der höchste Wert in sechs Wochen.

Analysten stufen Litauen im Vergleich mit Griechenland, Spanien und Portugal als attraktiv ein. “Die Schulden Litauens sind deutlich attraktiver als jene der Vergleichsgruppe”, sagte Lars Christensen, Leiter Emerging Markets Strategy bei Danske Bank A/S in Kopenhagen. “Das Niveau der öffentlichen Schulden, die Budgetkonsolidierung, das alles sieht besser aus als in Griechenland, Spanien oder Portugal”, fügt Christensen hinzu.

Litauen beschafft Kapital, um das auf 8,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschätzte Budgetdefizit im laufenden Jahr zu finanzieren. Aufs Jahr hochgerechnet ist die Wirtschaft des Landes im vierten Quartal 2009 um 13 Prozent eingebrochen.

Die Regierung unter Premierminister Andrius Kubilius ist bereits im letzten Jahr auf einen Sparkurs eingeschwenkt. Mit Budgetkürzungen und Steuererhöhungen sollen Ausgaben in Höhe von rund acht Prozent des BIP eingespart werden. Für das Budget 2010 plant das Kabinett eine weitere Sparrunde von fünf Prozent des BIP.

Die Europäische Union hat in der vergangenen Woche die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen als “angemessen” bezeichnet. Bis 2012 hat Litauen Zeit, das Budgetdefizit unter die Marke von drei Prozent des BIP zu drücken.

Litauen hat die Wachstumsprognose am 1. Februar angehoben und erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,6 Prozent.

Der litauische Litas ist fest an den Euro gekoppelt und bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten um die Marke von 3,45.

( Bloomberg )


 
 

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