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Untergang

Marc Faber malt düsteres Szenario im NZZ-Interview   Facebook be



05.02.2010
 
Krieg dient meist als letzter Ausweg

Gold schlägt Börsen bis 2020

In einem Interview gegenüber NZZ-online mit Marco Metzler erwartet Marc Faber, dass sich bis 2020 Gold besser entwickle als die Börsen, wie es auch schon zwischen 2000 und 2010 der Fall war. Gold könnte noch etwas korrigieren, 950 bis 1050 USD wäre aber eine Kaufzone.

Aktienmärkte sollten 2010 fallen

Marc Faber bezweifelt, dass die Rezession vorbei sei, denn die Anzahl der Arbeitslosen steige ja noch in den USA weiter an. Er rechne mit einer schlechteren Wirtschaftsentwicklung schon dieses Jahr, weil die Stimulationspakete an Wirkung verlören. Die Aktienmärkte sollten daher auch 2010 korrigieren. Im März und April sieht Faber eventuell noch eine Erholungsphase. Die Höchststände sieht er aber für das laufende Jahr bereits als erreicht. Er rät dazu, feste Börsentage zum Positionsabbau zu nützen. Bereits am 14. Januar 2010 riet Faber zum Verkauf der Aktien gegenüber BloombergTV.

Finanzkrise
nicht gelöst, nur verschoben

„Die Finanzkrise ist nach wie vor ungelöst, man hat nur die Probleme verschoben“, meint Faber. Die Probleme sieht Faber zurückkommen und die Lage werde durch Staatsbankrotte geprägt sein, indem die Staaten nicht mehr in der Lage sein würden, allen ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Nach Fabers Berechnungen ist es mathematisch unmöglich, dass die US-Regierung ihren Verpflichtungen nachkommen könne. Denn zur Zeit erreicht das US-Haushaltsdefizit 1,6 Billionen und es werde nicht unter 1 Billion fallen. Dadurch vergrößere sich die Staatsschuld, die Gesamtschuld betrage bereits 375% des BIP, aber das sei nicht inklusive Medicare, Medicaid und Social Security. Mit diesen Positionen erreiche die Staatsschuld bereits rund 600% des BIP.

Szenario: Krieg und Kollaps

Die USA wird laut Faber also Geld drücken müssen, das werde zu einer Inflation mit einer Rezession führen, ähnlich wie in Simbabwe. „Das Endresultat wird üblicherweise sein, dass man sich in einen Krieg einmischt, und die Amerikaner sind ja sehr gut darin, Feinde zu finden in der Welt“, prognostiziert Faber. Dann komme es zu einem großen Konflikt und das ganze System breche zusammen, nicht morgen, aber in den nächsten fünf bis 10 Jahren garantiert. Das Video finden Sie unter
http://www.nzz.ch/

Zur Person: Der erfolgreiche Schweizer Investor und Herausgeber des Gloom Boom Doom Reports gilt wegen vieler treffender Voraussagen der Börsen- und Wirtschaftsentwicklung als wichtige Stimme für Investoren. Er sagte sowohl den US-Börsencrash 1987, als auch den Japan-Crash voraus. Marc Faber investierte frühzeitig in Schwellenländer und riet bereits beim Beginn des Goldbooms zum Goldkauf.


 
 

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