Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die griechische Regierung ermahnt, ihre angekündigten Sparpläne konsequent umzusetzen. "Wir erwarten und glauben daran, dass die griechische Regierung alle notwendigen Entscheidungen treffen wird, um ihre eigenen Sparziele zu erreichen", sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag in Frankfurt. Griechenland ist der größte Schuldensünder im Euro-Raum. Die EU-Kommission hatte die griechischen Staatsfinanzen am Mittwoch unter ihre Aufsicht gestellt.
Zuvor hatte Athen ein ehrgeiziges Sparprogramm mit einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, Gehaltskürzungen für Beamte und höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie Treibstoffe angekündigt. Auch das Rentensystem soll grundlegend umgebaut werden. Die sozialistische Regierung will das Defizit von fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2012 unter die erlaubte Marke von drei Prozent drücken. "Diese Maßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Trichet. Für Wachstum und Beschäftigung sei es erforderlich, die Pläne möglichst umgehend umzusetzen.
Trichet rief Griechenland und die anderen 15 Euro-Länder dazu auf, die Vorgaben des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts so schnell wie möglich wieder einzuhalten. Ausufernde Schuldenberge seien eine Belastung für den Euro-Raum.
(APA)








