Die Nervosität der Investoren mit Blick auf die Staatsverschuldung in Spanien und in Portugal hat die Anleihemärkte am Donnerstag erschüttert.
Für dreijährige Staatsanleihen im Umfang von 2,5 Mrd. Euro musste die Regierung in Madrid am Donnerstag eine Rendite von 2,63 Prozent bezahlen. Bei der letzten Emission von Titeln gleicher Laufzeit am 3. Dezember waren es noch 2,14 Prozent gewesen. Die Anleihe war 4,6-fach überzeichnet, gegenüber 1,72- fachen Geboten im Dezember.
“Die Aufmerksamkeit der Anleger verlagert sich auf Spanien und Portugal. Dort sind die Pläne zum Abbau des Budgetdefizits deutlich weniger ehrgeizig als in Griechenland”, sagte Kornelius Purps, Leiter Strategie festverzinsliche Wertpapiere bei UniCredit Markets & Investment Banking in München.
Zweijährige spanische Staatsanleihen büssten am Donnerstag acht Basispunkte ein, die Rendite kletterte auf 2,24 Prozent. Bei zehnjährigen spanischen Bonds kletterte die Rendite am Donnerstag auf 4,16 Prozent. Der Renditeaufschlag gegenüber zehnjährigen deutschen Bundesanleihen weitete sich um fünf auf 94 Basispunkte aus.
Noch ausgeprägter ist der Renditespread bei portugiesischen Bonds. Am Donnerstag erreichte der Spread rund 155 Basispunkte und ist damit weniger als zwanzig Basispunkte vom Hoch am 9. März 2009 entfernt.
Zum Vergleich: Der Spread zwischen zehnjährigen griechischen Staatsanleihen und zehnjährigen Bundesanleihen hat am Donnerstag vier Basispunkte auf 350 Basispunkte nachgegeben.
(Bloomberg)









