Der 2009 neu organisierte Vertrieb hat sich laut dem Helvetia-Vorstandsvorsitzenden Burkhard Gantenbein schon im ersten Jahr sehr gut etabliert. Die Produktivität des Außendienstes wurde 2009 gegenüber 2008 gemessen am Neugeschäft um 16,5 % gesteigert, die Anzahl der „produktiven Vertriebspartner“ gleich um 43 % auf 1700 erhöht. („Produktive Vertriebspartner“ definiert Gantenbein - im Bild oben - als Makler und Mehrfachagenten, die mehr als drei Verträge pro Jahr an Helvetia vermitteln.)
Per Jahresanfang 2009 hat Helvetia in Österreich einen „Tabubruch“ begangen, sich von der traditionellen, am Markt bis dato üblichen Landes- bzw. Regionaldirektionen-Struktur verabschiedet und eine bedarfsorientierte Vertriebsstruktur etabliert, um Servicequalität und Produktivität zu steigern.
Im Exklusivvertrieb ist Helvetia nun österreichweit mit wesentlich schlanker organisierten fünf Verkaufsgebieten (Ost, Nord, Süd, Mitte, West) präsent. An der Spitze dieser Gebiete steht jeweils eine „Troika“ aus einem Verkaufsleiter sowie je einem Fachsupporter für Leben und Nicht-Leben. Die Aufgabe der fünf Verkaufsleiter ist die Führung des Außendienstes mit österreichweit 210 Mitarbeitern.
Die Vertriebspartner – vor allem Makler und Mehrfachagenten sowie Vermögensberater – werden seit Beginn 2009 von insgesamt 19 Vertriebspartner-Coaches österreichweit betreut. Diese berichten direkt an den Leiter Partnervertrieb in Wien und sind gleichzeitig mit Underwriting Kompetenz, Nachlass- und Kulanzpouvoir ausgestattet, sodass sie gemeinsam mit den rund 25 Backoffice Kräften vor Ort sehr rasch agieren können. Gantenbein: „Die sehr erfreulichen Produktivitätssteigerungen werden durch Prämiensteigerungen untermauert: Wir konnten unsere Prämien 2009 von 213,2 auf 223,2 Mio. Euro und damit um 4,7 % über alle Sparten erhöhen.“
Innovative Produkte und rascher Service im Focus
Werner Panhauser ist seit Dezember 2009 als Vorstand für den Bereich Vertrieb und Marketing verantwortlich. Er sieht neben dem regelmäßigen Launch von neuen, innovativen Produkten die Marktchancen von Helvetia vor allem in professionellen und raschen Serviceleistungen im Schadenfall. So gibt es mit der Position des Regulierers vor Ort (RVO) bei Helvetia eine Dienstleistung, die dem Endkunden Vorteile wie z. B. Schadenerledigungen binnen 12 bis 48 Stunden und Entscheidungen über Kostenübernahmen direkt vor Ort bietet. Im Bereich der Kleinschäden unter 1.000 Euro kann Helvetia durch ein eigenes Schaden Service Center die Abwicklung innerhalb von zwei Werktagen garantieren.
Für 2010 plant Helvetia ein deutliches Lebesnzeichen auch mit neuen Produkten wie etwa einem komplett neuen Unfallprodukt im Sommer. Panhauser: „Weitere Maßnahmen sind Auf- und Ausbau des Agenturenvertriebs. Rate Increases (Erhöhung des Prämienvolumens über „für Kunden sinnvolle Deckungsbausteine“, Sanierungen statt Kündigungen von Kunden sowie Bestandssicherungsmaßnahmen.“
Im Lebensgeschäft wollen Gantenbein und Panhauser vor allem den Verkauf der CleVesto Produktfamilie und der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge vorantreiben. Für 2010 erwartet Panhauser zweistellige Produktivitätssteigerungen dank weiterer Verbesserungen im Prozess- und IT-Ablauf. Generell sieht der Helvetia Vertriebsvorstand für 2010 einen Markt, der gekennzeichnet durch sich wieder festigende Preise und durch steigenden Wettbewerb (speziell im Service) gekennzeichnet sein wird. Panhauser: „Schlussendlich werden die Unternehmen mit den effizientesten Prozessen gewinnen.“
Mittelfristig will er die Helvetia im Bereich Nicht-Leben unter die Top 10 und im Leben unter die Top 15 Versicherungen Österreichs bringen. Zurzeit liegt Helvetia im Nicht-Leben lt. VVO-Statistik auf Platz 12 und bei Leben auf Platz 19.
(Paul Christian Jezek)








